Bernhard Peter
Kyoto, Tofuku-ji (1): Beschreibung und Tore


Lage und Erreichbarkeit
Der Tofuku-ji (Toufuku-ji) liegt im Stadtteil Honmachi im Stadtbezirk Higashiyama, ganz grob im Südosten des Hauptbahnhofs zwischen den Hauptverkehrsachsen Kujo Dori und Jujo Dori. Sowohl von der JR Nara Line als auch von der Kintetsu Main Line existiert ein eigener Bahnhof Tofukuji, beide direkt nebeneinander. Das ist die bequemste Art, vom Hauptbahnhof oder aus Gion anzureisen. Vom Bahnhof sind es 600 m Luftlinie zu Fuß. Der viertelstündige Zickzackweg durch die Straßen lohnt sich, weil man dabei an vielen Subtempeln vorbeikommt. Wer den Bus nehmen und näher zum Tempel (Adresse: 15 Honmachi, Higashiyama-ku, Kyoto-shi, 605-0981 Japan) aussteigen möchte, hat dazu mehrere Möglichkeiten: Von der JR Kyoto Station aus verkehrt der City Bus 208 ab Bussteig D2, Haltestelle Tofukuji, oder der City Bus Nr. 5 ab Bussteig C4, Haltestelle Tofukuji-michi, von der Hankyu Kawaramachi Station aus verkehrt der City Bus 207, Einsteigen an der Shijo Kawaramachi, Aussteigen an der Haltestelle Tofukuji, und von der Keihan Gion-Shijo Station aus kann man ebenfalls den City-Bus Nr. 207 nehmen, einsteigen an der Haltestelle Shijo Keihan-mae, aussteigen wie zuvor.

Die verkehrsgünstige und City-nahe Lage, die Lage an der Eisenbahn nach Fushimi und Nara machen den Tempel zu einem vielbesuchten Ort, der gerne mit anderen Hauptsehenswürdigkeiten entlang dieser Route kombiniert wird. Man sollte deshalb Stoßzeiten und saisonale Höhepunkte meiden. Insbesondere weil der Tempel für seine Ahorne im Herbst berühmt ist (über 2000 sind hier insgesamt beiderseits der Schlucht angepflanzt), ist er Ende November völlig überlaufen, und die Tsuten-kyo-Brücke bricht beinahe vor Besuchern zusammen. Außerhalb dieser jahreszeitlichen Schwerpunkte ist es aber angenehm in dem weitläufigen Gelände. Abgesehen vom November ist es hier nicht überlaufen; der Besuch ist aufgrund der hochkarätigen Architektur und Gartenanlagen mehr als empfehlenswert, denn der Tempel ist in jeder Hinsicht ein Schwergewicht unter Kyotos Sehenswürdigkeiten. Im November ist der Blick über die Schlucht voller roter und gelber Ahorne so berühmt, daß man für den Anblick lange anstehen muß und sich auf der Brücke wie eine Sardine in der Dose fühlt. Wenn der Haupttempel zu voll ist, kann man auf die weniger vollen Subtempel ausweichen, deren Öffnungszeiten allerdings weniger regelmäßig sind als die des Haupttempels. Das Tempelareal selbst ist frei zugänglich; in diesem ersten Bereich kann man bereits wesentliche Bauten sehen. Eintrittspflichtig und das jeweils separat sind einerseits der nördliche Teil jenseits des Hon-do, also die Schlucht und alles nördlich derselben, sowie andererseits der Hojo mit den kunstvollen Gärten. Ebenso separat eintrittspflichtig sind die einzelnen Subtempel, sofern geöffnet.


Geschichte und Bedeutung
Der Tempel wurde 1236 während der Kamakura-Zeit gegründet. Treibende Kraft hinter der Gründung war der Staatsmann und Kampaku Kujo Michiie (1193-1252), der in Kyoto einen Zen-Tempel gründen wollte, der es an Größe mit den Tempeln Todai-ji und Kofuku-ji in Nara aufnehmen konnte. Kujo Michiie entstammt einem Zweig der Fujiwara und war eine sehr einflußreiche Person. Zwei seiner Söhne gründeten eigene Familienclans, sein zweiter Sohn, Nijo Yoshizane gründete den Nijo-Clan, und sein dritter Sohn, Ichijo Sanetsune, gründete den Ichijo-Clan. Kujo Michiie selbst war Regent, aber er erreichte, daß 1226 sein Sohn Yoritsune zum vierten Shogun des Kamakura-Shogunats ernannt wurde. Kujo Michiie gründete diesen Tempel zum Andenken an seinen Großvater, Kujo Kanezane = Fujiwara no Kanezane, der den Kujo-Clan gründete. Vom Namen her handelt es sich beim Tofuku-ji um eine Zusammenziehung der Kanjis aus den Namen der zwei berühmten Vorbilder in der vormaligen Hauptstadt Nara: To-dai-ji = Ost-groß-Tempel plus Ko-fuku-ji = Glücks-Tempel ergibt To-fuku-ji = Ost-Glücks-Tempel. Die Rivalität war beabsichtigt. Wie fast alle Tempel besitzt auch dieser einen Sangou, einen Honorativ-Namen; hier lautet er Enichi-san. Der Berg Enichi ist einer im Süden des insgesamt 36 Gipfel aufweisenden Higashiyama-Bergrückens. Das Gelände hatte eine Tradition als Tempelgelände, weil hier früher der Hosho-ji oder Hossho-ji stand, ein im Jahre 925 von Fujiwara no Tadahira erbauter Tempel. Der Bau des ersten Tofuku-Tempels dauerte bis 1255. Die Dimensionen waren großzügig bemessen, auch die seiner Götterbilder, die zu den größten in Japan zählten: Das Hauptbild des damaligen Tofuku-ji war ein 15 m hoher Buddha Shakyamuni (historischer Buddha) im Butsuden. Dieser wurde flankiert von 7,50 m hohen Figuren des Bodhisattvas Avalokiteshvara und des Maitreya. Diese Ausmaße sollten verdeutlichen, daß der Tofuku-ji DER neue buddhistische Tempel von Kyoto sein sollte.

Der Gründungsabt war Enni Benen (1202-1280), ein Mönch, der nach China gereist war, um dort sieben Jahre lang Zen zu studieren (1235-1241), hauptsächlich bei dem Zen-Meister Wuzhun Shifan (jap.: Bujun Shipan, 1177-1249). Ihm wird übrigens auch nachgesagt, die Udon-Nudeln von China mitgebracht zu haben, die heute eines der beliebtesten japanischen Grundgerichte darstellen. Er ist auch unter seinem Titel Shoichi Kokushi bekannt, und er war der erste Priester, der den Titel eines Nationalpriesters (Kokushi) vom Kaiser verliehen bekam. 1243 wurde er zum Gründungsabt berufen, 1246 bezog er Quartier im halbfertigen neuen Tempel. Zur Gründungszeit wurden hier Zen-, Shingon- und Tendai-Buddhismus noch nebeneinander praktiziert. Erst mit der wachsenden Akzeptanz des damals noch relativ neuen Zen entwickelte sich der Tofuku-ji zum reinen Zen-Tempel.

Der Tofuku-ji gehört zur Rinzai-Schule und ist der Haupttempel einer eigenen Richtung innerhalb des Rinzai-Zen-Buddhismus. Er ist historisch einer der größten und wichtigsten Zen-Tempel von Kyoto. Innerhalb der dem Rinzai-Buddhismus zugehörigen Tempel nimmt er eine hohe Stellung ein und gehört zu den Kyoto Gozan, zu den fünf großen Zen-Tempeln Kyotos. Als dieses Klassifizierungssystem 1341 erstmalig explizit formuliert wurde, stand der Tofuku-ji auf dem fünften Rang hinter dem Nanzen-ji, dem Tenryuu-ji, dem Jufuku-ji (Kamakura) und dem Kennin-ji. 1386 änderte sich dieses System, sowohl Kyoto als auch Kamakura bekamen ihr eigenes Schema, und in Kyoto stand der Tofuku-ji an vierter Stelle hinter dem Tenryuu-ji, dem Shoukoku-ji und dem Kennin-ji, gefolgt vom Manju-ji, der heute ein Subtempel des Tofuku-ji ist. Der Nanzen-ji hatte eine Sonderstellung und stand über allen. Vor Ort hat der Tofuku-ji noch 25 Subtempel; weltweit hat er 367 Zweigtempel.

Vom ursprünglichen Tempel existiert so gut wie nichts mehr, denn in den Jahren 1319, 1334 und 1336 vernichteten verheerende Brände die ursprüngliche Bausubstanz. Schon 1319 verbrannte die 15 m hohe Buddha-Statue. Danach wurde der Tempel auf dem originalen Grundriß neu erbaut, die neue Halle Butsuden entstand bereits 1347. Im 15. Jh. brannte es erneut im Tempel. Seine bedeutende Rolle unter den Tempeln der Hauptstadt verdankt der Tofuku-ji der Förderung durch Ashikaga Yoshimochi (1386-1428), unter dessen Regierung der Tempel wiederaufgebaut wurde, Toyotomi Hideyoshi (1536-1598) und Tokugawa Ieyasu (1543-1616). Im Jahre 1881 schlug erneut das Feuer zu und vernichtete u. a. Hondo, Hojo, Kuri und Hatto. Bis 1934 wurde der Tempel wiederhergestellt; abgebrannte Gebäude wurden wieder aufgebaut. Die überlebenden alten Bauten, darunter das San-mon, die Meditationshalle Zen-do, die Gemeinschaftstoilette Tosu und das Badehaus Yokushitsu und einige kleinere Tore, zählen zu den Top-Highlights der Tempelarchitektur. Hondo und Hojo sind hingegen Rekonstruktionen.


Struktur der Anlage und Beschreibung
Der ganze Komplex mit seinen vielen Subtempeln, groß wie ein eigener Stadtteil, ist weitverzweigt und unübersichtlich, zumal ein tief eingeschnittener Bachlauf (er heißt Sengyokukan) mit Nebental das gesamte Areal von Ost nach West durchschneidet und von insgesamt drei hölzernen, gedeckten Brücken überspannt wird, das sind im Westen die Gaunkyo-Brücke (nicht "Gaun", sondern "Ga Un" gesprochen, Ga-un = eine sich frei bewegende Wolke), noch außerhalb der Hauptmauer des inneren Bereiches, beiderseits mit Anschluß an Straßen, die Tsutenkyo-Brücke in der Mitte, die man auf dem Weg vom Haupttempel zum Fumon-in überquert, und schließlich im Osten die Engetsukyo-Brücke, über die man vom Hojo zum Ryogin-an gelangt.

Insgesamt erstrecken sich die vielen Untertempel in Nord-Süd-Richtung über eine Entfernung von ca. 830 m, in den äußeren Bereichen allerdings stark mit der Wohnhausbebauung verwoben. Der Kernbereich mißt etwa 440 m in Nord-Süd-Richtung. Das Areal des Haupttempels liegt südlich des oben erwähnten Bachlaufes; nördlich desselben befinden sich die meisten der Subtempel. Der Bereich des Haupttempels wird im Westen und Süden gerade von einer Mauer und einer angrenzende Straße begrenzt. Nach Osten verjüngt sich das Areal und läuft in einem Wohngebiet aus. Von den äußersten Toren im Westen bis zum östlichen Ende sind es an der Stelle maximaler Breite bis zum Ende des Friedhofs 500 m. Die mittlerweile deutlich nach Westen abgesetzten äußeren Tore zeigen, wie weit die Wohnhausbebauung schon in den ehemaligen Tempelbereich eingedrungen ist und wieviel kleiner das heutige Areal ist im Vergleich zur ursprünglichen Ausdehnung.

Erste Tore befinden sich im Norden in der ersten Parallelstraße südlich der Hauptverkehrsachse, das Nio-mon (Durchgang in Nord-Süd-Richtung, 1597 erbaut, mit zwei Wächterfiguren, wichtiges Kulturgut) und das Kita-dai-mon (Durchgang in West-Ost-Richtung). Südlich des Bachlaufes verlaufen zwei parallele Straßen in West-Ost-Richtung; in beiden steht 150 m vor der Mauer des Haupttempels das erste, äußerste Tor, 95 im Osten der Bahnlinie (Nara Line). Die nördliche der beiden Achsen führt vom Chu-mon (mittleres Tor) direkt auf das West-Tor (Nikka-mon, Kusaka-mon) in der Tempelmauer zu. Die südliche Achse setzt sich weiter vom Nan-dai-mon (großes Südtor) ausgehend fort entlang der Südmauer des Haupttempels und erreicht nach 185 m das Süd-Tor (Rokuhara-mon, wichtiges Kulturgut) des Tofuku-ji, das aus der Kamakura-Zeit stammt, nach Süden ausgerichtet ist und für Besucher offensteht, und 20 m dahinter das nach Westen ausgerichtete Chokushi-mon (Tor für die kaiserlichen Gesandten, 1594 erbaut, normalerweise geschlossen). Das Rokuhara-mon ist das älteste Bauwerk des Tempels, stammt aber ursprünglich nicht von hier, sondern von einem Kamakura-zeitlichen Gebäude im Stadtviertel Rokuhara, daher der Name. Die eigentliche Hauptachse des Tempels liegt aber noch ein Stück weit im Osten dieses Tores; sie verläuft in Süd-Nord-Richtung und wird nur durch drei bauliche Elemente erzeugt, aber mit diesen Gebäuden können wir den eigentlichen baulichen Kern der Gesamtanlage identifizieren. Die drei Tore Kita-dai-mon, Chu-mon und Nan-dai-mon stehen in einer Nord-Süd-Linie und haben einen Abstand von 365 und 135 m, spannen also gemeinsam eine 500 m lange Westseite des Tempelgeländes auf. So ergibt sich eine Mischung aus klassischer Ausrichtung der Hauptgebäude von Süden nach Norden mit der topographiebedingten dreifachen Achsführung von Westen und Orientierung von sechs Toren nach Westen, darunter auch ungewöhnlicherweise das Tor für die kaiserlichen Gesandten.

Die Süd-Nord-Hauptachse der Großgebäude beginnt im Süden mit dem viereckigen Lotusteich von 37 m Breite und 17 m Länge, über den in der Mitte der Hauptweg geführt wird, direkt auf das San-mon zu. Die kleine, 6 m lange, flach gebogene Brücke ist zwischen zwei viereckigen Podesten von 6,50 m Breite aufgespannt. Besonders schön ist dieser Bereich im Juli, wenn der Lotus in voller Blüte steht. Das zweistöckige San-mon ist eines der größten und schönsten seiner Art; vor allem ist es das älteste und größte San-mon eines Zen-Klosters in Japan, denn es wurde in der mittleren Muromachi-Zeit im Jahr 1425 erbaut (es gibt zwar auch andere riesige Tore, wie z. B. im Chion-in, aber die stehen nicht in Zen-Klöstern). Mit den beiden seitlichen einstöckigen Treppenaufgängen (Sanro, Sanrou) mißt es 46 m Breite. Besagte Treppenaufgänge sind im Kirizuma-Stil mit Hongawarabuki-Dach. Die Höhe des Tores beträgt 22 m. Das Hongawarabuki-Dach im Irimoya-Stil mißt 38 x 23 m. Stilistisch finden wir Elemente des Daibutsu-Stils und des Wayo-Stils. Das Tor ist als Nationalschatz klassifiziert. Es ist fünf Interkolumnien (Ken) breit mit drei Durchgängen in der Mitte. Über dem Durchgang ist eine horizontale Schrifttafel angebracht mit den Kanji für "Myouunkaku". Früher waren Zen-Klöster für Frauen verschlossen. Im Obergeschoß werden Figuren eines Buddha Shakyamuni (seltene Darstellung mit linker Hand auf der Rechten, eine Krone auf dem Haupt, Hokan Shaka Nyorai Zazo) aufbewahrt. Er wird flankiert links von Gakkai Sonja und rechts von Zaizen Doji und von 16 seiner Arhat (Juroku Rakan). Die Figuren sollen aus der Heian-Zeit stammen. Außenherum befinden sich Gohyaku Rakan. Die Decke des Raumes ist von Mincho (= Cho-Densu, 1352-1431) und seinem Schüler Kan-Densu ausgemalt worden. Das Tor ist normalerweise geschlossen und nur im November für Besucher geöffnet, wenn es als Aussichtspunkt zum Betrachten des Herbstlaubes dient. Der Name San-mon ist eine Abkürzung für San-gedatsu-mon, Tor der Dreifachen Befreiung. Diese setzt sich aus drei Abschnitten zusammen, die die drei Stadien der Erreichung des Nirwana symbolisieren, nämlich die Befreiung von Wünschen, die Befreiung von Bindungen und die Vereinigung mit der Leere. Das San-mon erfuhr 1969-1978 eine 2,5 Mio Dollar teure Komplettrestaurierung, bei der das komplette Tor auseinandergenommen, repariert und wieder zusammengesetzt wurde. Ihr verdanken wir, daß das Tor heute noch so aussieht, wie es bei dem Wiederaufbau des Tempels unter Ashikaga Yoshimochi geschaffen wurde. Nur einmal gab es eine größere Reparatur, nachdem das Erdbeben, das die Burg Momoyama einstürzen ließ, auch dieses Tor beschädigt hatte, was anschließend durch Toyotomi Hideyoshi repariert wurde. Aus dieser Zeit (1585) stammen auch die vier großen Eckstützen mit viereckigem Querschnitt, die das ausladende Dach mittragen. Sie heißen deshalb Taiko Bashira, nach dem Titel Taiko für Toyotomi Hideyoshi.

Nach einem Zwischenraum von 47 m folgt das größte Gebäude des Tofuku-ji, der Hon-do (die Haupthalle). Das zweistöckige Dach im Irimoya-Stil erreicht 43 m Breite und 34 m Tiefe. Es ist mit Ziegeln gedeckt. Der Hon-do ist normalerweise bis auf ein "Guckloch" geschlossen, wird aber 14.-16.3. jeden Jahres geöffnet (Wiederkehr von Buddhas Todestag, dann auch Ausstellung eines entsprechenden Gemäldes aus der Muromachi-Zeit mit Buddhas Tod als Thema). Mit diesen Maßen ist sie eine der größten Haupthallen im Land. Dennoch handelt es sich um vergleichsweise neues Gebäude, denn es wurde in der Showa-Zeit 1917-1934 errichtet, nachdem der Vorgängerbau 1881 abgebrannt war und etliche Jahrzehnte nur die leere Plattform zu sehen war. Auch die bis dahin darin aufbewahrte Buddhastatue verbrannte bis auf eine 2 m große Hand. Der neue Hondo ersetzt eigentlich sogar zwei frühere Gebäude, den Hatto (Lesehalle) und den Butsuden (Buddha-Halle), die beide dem Feuer zum Opfer gefallen waren. Im Innern wird eine Figur des Buddha Shakyamuni verehrt, von zwei Begleitern flankiert und von Wächtern beschützt. Die Figuren standen ursprünglich im Subtempel Manju-ji. Der Nihonga-Maler Insho Domoto (1891-1975) versah die Decke mit einer Drachendarstellung, ein Drache mit Kugel in der Pranke vor atmosphärischem Hintergrund. In diesem Arrangement der Hauptgebäude folgt der Tofuku-ji dem klassischen Schema der Tempelgebäude, von denen die wesentlichen erhalten sind oder wiederhergestellt wurden, so daß das Layout der Anlage mustergültig ist.

An der Nordostecke des Hon-do beginnt ein gedeckter hölzerner Galeriegang, der geradewegs nach Norden verläuft, mit der Tsutenkyo-Brücke das Tal überbrückt und erst nach ca. 135 m nach rechts abknickt, um nach einem weiteren Knick nach 21 m als gedeckter Gang bzw. Treppe den Berghang hochzuführen bis zum Tor (Ro-mon) des Fumon-in. Die Brücke wurde in der Mitte des 20. Jh. Opfer eines Taifuns und wurde danach erneuert. 15 m nördlich des Hon-do ist ein Tor-Durchgang mit erhöhtem Dach in die Galerie eingebaut. 55 m nördlich des Hon-do zweigt rechtwinklig ein kurzer Galeriegang zum Hojo ab und führt zum Tor in der Umfassungsmauer des Hojo-Gartens.

Der Kuri, der Küchenbau und private Lebensbereich der Mönche, war 1881 abgebrannt und wurde 1910 wiederaufgebaut. Heute dient der Kuri als Eingang zum Hojo. Der nach dem Brand 1890 wiedererbaute Hojo ist eine Halle von 38 m Länge und 25 m Breite (Dachmaße) und wird reihum von Gärten umgeben. Er ist der einzige Hojo, der auf allen vier Seiten Gärten aufweist. Nach Süden und Westen grenzt eine Mauer den Garten nach außen ab. In die Westmauer führt der vorerwähnte Galeriegang mit Verbindung zur langen Nord-Süd-Galerie. Durch die Südmauer führt das To-mon vom Typ eines Kara-mon (chinesisches Tor) mit geschweiftem Dach. Nach Norden springt kanzelartig ein allseits offener Raum über das Bachtal vor; hier fühlt man sich wie auf einem Hochsitz im Blätterwald der tief unten wurzelnden Bäume. Im Südosten ist der Hojo über einen gedeckten Korridor mit dem Küchen- und Wohnbau (Kuri) verbunden, durch den der Besucher diesen separat eintrittspflichtigen Tempelabschnitt betritt.

Die vier verschiedenen Hojo-Gärten sind sehr sehenswert, weil sie einerseits im Stile von Zen-Meditationsgärten angelegt sind, andererseits in sehr moderner Interpretation und mit Mitteln abstrakter Kunst in Szene gesetzt sind. Sie wurden 1939 von Shigemori Mirei (1896-1975) angelegt, von dem noch mehrfach die Rede sein wird. Er machte dies übrigens aus Idealismus und unentgeltlich, da der Tempel knapp bei Kasse war. Umgekehrt war das eine seiner ersten Arbeiten, und das Ergebnis machte ihn berühmt. Die rings um den Hojo angeordneten Gärten sind räumlich voneinander getrennt und können jeder für sich einzeln wahrgenommen werden. Sie werden nach ihrer Lage als Süd-, West-, Nord- und Ostgarten bezeichnet.

Der große Südgarten ist im Karesansui-Stil und besteht ausschließlich aus weiten, kunstvoll zu Mustern geharkten Kiesflächen und vertikal betonten Steinsetzungen; nur in einer Ecke sind bemooste Berglandschaften mit einer einzelnen Kiefer darauf modelliert. Die Gestaltung erinnert an chinesische Malereien der Sung-Zeit. Das Thema des Gartens ist chinesische Mythologie (s. u.).

Im Westgarten besteht eine Gartenhälfte aus kurvig begrenzten Moosflächen, die andere Hälfte aus schachbrettartig gepflanzten und kastenförmig geschnittenen Azaleen-Büschen zwischen Quadraten ohne Leben. Das Schachbrett reflektiert traditionelle chinesische Einteilung von Land für Reisfelder.

Auch der an ein kleines Gebäude und die Aussichtskanzel angrenzende, minimalistische Nordgarten greift das Schachbrettmotiv auf, allerdings kleinmaßstäblicher und mit Moos als Füllung, auch nicht durchgehend mit Steinen für die weißen Plätze des Schachbretts belegt, sondern mit absichtlichen Lücken, so daß das Moos auch zusammenhängende Flächen bilden kann, so als habe es die geometrischen Begrenzungen gesprengt und munter die freien Steinplatten dazwischen überwuchert. Wenn man genauer hinsieht, erkennt man, daß sich ein kontinuierlicher Übergang ergibt, im linken Teil ist das Schach perfekt, während es nach rechts immer mehr Moosflächen anstelle der Steine gibt. So symbolisert der Garten die Ausbreitung des Buddhismus von West nach Ost, von Indien nach Ostasien. Die verwendeten Steinplatten lagen früher beim Omote-mon. Der Hintergrund aus den Ahornbäumen der Schlucht entspricht dem Prinzip der geborgten Landschaft.

Der Ostgarten (Hokuto-no-niwa oder Hokuto-Shichisei-no-niwa) ist ein Innenhofgarten mit verschieden hohen Steinsäulen, die das Sternbild des Großen Wagens nachstellen. Die Steinsäulen sind Spolien alter Tempelbauten (Latrine) und wecken Gedanken über Alt und Neu, über Vergänglichkeit und Fortbestehen, über die im Zen gar nicht geschätzte Verschwendung, und in Kombination mit dem Sternbild ergibt sich Reflexion über den Kosmos allgemein. Gerade durch die mehrfach auftretende Verwendung alten Baumaterials schuf der Künstler ein gestalterisches Novum in der japanischen Gartenkunst, ebenso wie durch die Darstellung des Sternbildes. Was zunächst ikonoklastisch erschien, ist mittlerweile selbst zum Vorbild und zur gestalterischen Ikone geworden.

Mit diesen vier Gärten ist der Hojo des Tofuku-ji der einzige Hojo, der auf allen vier Seiten Gärten besitzt. Die Hojo-Gärten werden insgesamt als Hasso-Garten (Hasso-no-niwa, Hassou-Garten) bezeichnet, weil sie die acht Aspekte von Buddhas Leben, die acht Stationen bis zum Erwachen (Hasso-jodo, Hassou-jou-dou) darstellen, nämlich Horai, Hojo, Eiju, Koryo, Hakkai, Gozan, Seiden-ichimatsu und Hokuto-shichisei. Sechs davon werden im Südgarten dargestellt, nämlich inmitten von den acht rauhen Meeren (Hakkai) die vier elysischen Inseln Horai, Hojo, Eiju und Koryo, und im Westen erheben sich die Gozan, die fünf heiligen Berge aus Moos. Der Westgarten steht für Seiden-ichimatsu, der Ostgarten für Hokuto-shichisei (Großer Wagen).

Zurück zur langen Nord-Süd-Galerie: Nördlich des westlichen Hauptzuganges liegt ein kleiner Shoro (Glockenturm), dahinter eine quadratische, zweistöckige Halle mit runden Fenstern, das ist der Kyozo (Sutrenspeicher, Bibliothek). Der kleine Platz davor wird im Norden begrenzt von dem die Lücke zum Galeriegang schließenden Ticketbüro für den nördlichen, eintrittspflichtigen Tempelbereich. Dahinter erstreckt sich ein lichter Park mit vielen filigranen Ahornbäumen, der sich auch die Hänge bis zum Bach hinabzieht. Im November ist dieser Bereich mit den Hängen beiderseits des Bachtales einer der schönsten Orte zum Genießen der Herbstfärbung.

Westlich der Hauptstruktur aus San-mon und Hon-do befinden sich noch zwei weitere bemerkenswerte Gebäude. Der nördliche Bau ist die Halle Zen-do, die 1347 erbaute Meditationshalle (wichtiges Kulturgut, auch Sembutsujo oder Sodo genannt). Es handelt sich um die größte und älteste Meditationshalle in ganz Japan. Sie ist integraler Bestandteil jedes Zen-Klosters, und hier wurde vor allem Sitz-Meditation (Za-zen) praktiziert. Sie konnte bis zu 400 Mönche beherbergen, wenn man für jeden eine Tatami-Matte zum bescheidenen Leben und Schlafen rechnet.

Der südliche Bau im Südwestecke des Haupttempels ist der langgestreckte Tosu (Tousu) aus dem 14. Jh. (Muromachi-Zeit), die älteste und vollökologische Gemeinschaftstoilette Japans im Zen-Stil. Sie wird auch Hyakkan-benjo, Hyaku-setchin oder Hyakunin-benjo genannt, wegen ihrer Kapazität von 100 Personen. Das gesammelte Ergebnis wurde als Kompost verkauft, war heiß begehrt und brachte dem Tempel Einnahmen. Ganz selten hat sich diese Struktur in Tempeln erhalten, deswegen ist dieser Bau auch so bedeutsam und als wichtiges Kulturgut eingestuft. Meist ist der Bau geschlossen, alles Wesentliche sieht man aber durch die Fenster.

Östlich der Hauptstruktur aus San-mon und Hon-do sind ebenfalls interessante Gebäude, beginnend mit dem 1459 erbauten Badehaus (Yokushitsu) im Südosten, es ist als wichtiges Kulturgut klassifiziert und das älteste erhaltene Dampfbad eines Zen-Klosters. In der Muromachi-Zeit lebten hier ca. 100 Mönche. Um den Wasser- und Heizmaterialverbrauch gering zu halten, war das Baden in heißem Dampf mit anschließendem Abrubbeln üblich, dazu gab es zwei Dampfräume und einen Heizraum.

Im Wald nördlich des Badehauses steht ein kleiner Shinto-Schrein, zu dem von Westen ein Weg mit vielen grauen und wenigen orangefarbenen Torii und anschließender Treppe hinaufführt. Er heißt Gosha Jojukyu; das Gebäude stammt aus der Muromachi-Zeit und wurde 1594 errichtet. Der Stil wird als Ikkensha-nagare-zukuri bezeichnet. Das Dach ist mit dicht gelegten überlappenden Schindeln aus Zypressenrinde belegt. Ursprünglich war dieser Schrein der Schutzschrein des Hossho-ji, der vor dem Tofuku-ji das Areal einnahm, aber längst vergangen ist. Dieser erste Schrein wurde 925 erbaut. Der gegenwärtige Schrein vom Ende des 16. Jh. wird als regionales Kulturgut der Präfektur Kyoto geführt.

Schräg dahinter befindet sich ein Glockenturm (Shoro), viel größer als der beim Kyozo. Er stammt aus dem 15. Jh. Im Wald stehen noch weitere kleine Schreine, eine dreizehnstufige Stein-Pagode (Jusanju-Sekito, Ju-san = 13, ju = geschossig, seki = Stein, to = Pagode, wichtiges Kulturgut) aus dem Jahr 1343 und Steinlaternen. Nördlich davon führt der Weg an mehreren modernen Gebäuden nach Osten den Hang hinauf zu einer modernen Vierflügelanlage und dem östlichen Tor, hinter dem der Friedhof liegt, in dessen Mitte sich der Saishokongo-in-Tempel befindet.

Jenseits des tief eingeschnittenen Sengyokukan kommt man über die Tsutenkyo-Brücke (wörtlich "die den Himmel überquerende Brücke") und den beiderseits offenen, hölzernen Korridor mit anschließender ebenso gedeckten Treppe zu einer sehr schönen Baugruppe im Norden des Haupttempels, wo der Gründungsabt Enni Benen einst lebte. Durch das turmartige Tor (Ro-mon) mit umlaufender Galerie gelangt man in einen auf drei Seiten von Gebäuden umgebenen, auf der vierten Seite vom Berghang begrenzten Hof, dessen Mittelweg ihn in zwei sehr unterschiedliche, kontrastierende Hälften teilt. Der westliche Teil vor dem einstöckigen Fumon-in besteht aus sauber gitterförmig bzw. schachbrettartig geharktem Kies, großen Leerflächen und nur einer einzigen Gruppe aus Steinen und Bäumen auf Moosgrund, der östliche Teil ist dicht und erlebnisreich bepflanzt und vollständig zu einem kunstvollen Garten voller Eindrücke gestaltet mit Teich, Wasserfall aus Felsen, Bachlauf, Moospolstern, kugelig geschnittenen Azaleen und großen Steinblöcken; dieser Garten ist vom Typus eines Chisen-shiki teien. Davor steht ein sechseckiges Wasserbecken. Der Mittelweg läuft geradewegs auf den Kaisando (Joraku-an) zu, die auf das Jahr 1280 zurückgehende, aber während der Edo-Zeit rekonstruierte Gründerhalle, die an den ersten Abt erinnert, großartige Architektur ist und als wichtiges Kulturgut eingestuft ist. Auf dem Dach erhebt sich ein quadratischer, turmartiger Aufbau. Im rückwärtigen, dem Besucher unzugänglichen Bereich befinden sich noch etliche weitere Gebäude, darunter im Nordwesten der Küchenbau (Kuri) und die Wohnquartiere, insgesamt noch mehrere Innenhofgärten umschließend. Westlich zieht sich der Park bis zum Aizen-do (wichtiges Kulturgut), einem achteckigen Gebäude mit zinnoberrot gestrichenen Holzelementen, und dem 1268 erbauten Gekka-mon (wichtiges Kulturgut), das nördlich der Gankyo-Brücke zur Straße führt. Die Galerie wird rechterhand des Ro-mon nur wenige Meter weitergeführt; sobald die Steigung des Berghanges beginnt, wird sie von einer Mauer als Begrenzung abgelöst.


Subtempel
Etliche Subtempel (Tatchu) umgeben die bislang beschriebene zentrale Struktur des Haupttempels, und diese machen die Gesamtanlage so vielgesichtig und unübersichtlich. Insgesamt besitzt der Tofuku-ji heute noch 25 Subtempel; früher zu besten Zeiten waren es einmal 53. Früher lagen sie alle innerhalb eines großen Tempelgeländes, das aber in der Meiji-Zeit drastisch in seiner Ausdehnung reduziert wurde, um Platz für die ausufernde Stadt zu schaffen und gleichzeitig die Stellung des Buddhismus zu schwächen.

Vom Haupttempel aus erreicht man den Ryogin-an, indem man vor dem Kuri die kleine Straße (Sackgasse) nimmt, die dann um die Ecke biegt und nordwärts zur 1603 in der Azuchi-Momoyama-Periode erbauten Brücke Engetsukyo (wichtiges Kulturgut) führt, auf der man den tief eingeschnittenen Bach überquert. Am jenseitigen Hang liegt der Subtempelkomplex des Ryogin-an, dessen aus der Muromachi-Zeit stammender und in der frühen Muromachi-Zeit im Jahre 1387 erbauter Hojo als Nationalschatz eingestuft ist. Es handelt sich bei diesem Gebäude um den ältesten erhaltenen Hojo Japans. Der Hojo ist einstöckig und mißt 16,5 m × 12,9 m; sein Irimoya-Dach ist mit Zypressenrinde (Hinoki) gedeckt. Dieser Subtempel, einer der kleinsten, wurde während der Kamakura-Zeit im Jahr 1291 vom 3. Abt des Tofuku-ji, Mukan Fumon (Gründer des Nanzen-ji, postumer Name: Daimyo Kokushi oder Daimin Kokushi), gegründet, und ursprünglich handelte es sich um sein eigenes Domizil, das nach seinem Tod im Jahr 1291 dann im späten 14. Jh. zu einem Tempel umgewandelt wurde. Damit ist er der erste Subtempel des Tofuku-ji. Nördlich des Hojo liegt der quadratische, 1975 erbaute Kaisan-do, in dem eine Figur des Daimyo Kokushi verehrt wird. Man besucht den Subtempel aber hauptsächlich wegen der Gärten, denn die sind das einzige, was man richtig sieht (und photographieren kann). Im Westen, Süden und Osten grenzen Gärten an den Hojo, mauerumgebene Trockengärten mit Kies und Felsen im westlichen Abschnitt. Der Südgarten heißt Mu-no-niwa, Garten des Nichts. So ist er auch, vollkommen leer bis auf den geharkten Kies. "Mu" ist ein bestimmtes Stadium im Zen, deshalb gibt es hier nichts, was sonst Gärten ausmacht, weder Pflanzen noch Felsen oder Bäume. Mu kann auch "ohne" bedeuten und als Präfix verwendet werden, um die Abwesenheit von etwas anzuzeigen. Als Schlüsselbegriff des Zen bedeutet "mu" die Leere, und "mu" ist eine berühmte Antwort in Koans, Antwort und Nichtantwort zugleich auf komplexe Fragestellungen. An einer Mauer sind Bambusstangen in Form von Blitzen befestigt. Der Westgarten wird hingegen  "Garten des Drachen" genannt, Ryuu-no-niwa, oder Ryuu-mon-no-niwa, Drachentorgarten. Damit spielt der Garten auf den Tempelnamen an, denn Ryogin oder Ryuu-gin enthält auch das Wort für "Drache". Die Fläche besteht aus in geharkten weißen Kies eingebetteten Wolken aus schwarzem Kies, und die vielen Steine stehen für Kopf und Gliedmaßen des Drachen; ein paar besonders scharf in alle Richtungen schief stehende Felsen stellen den Drachenkopf dar. Auf zwei Seiten wird der Garten von einer Mauer begrenzt, auf der dritten von einem Bambuszaun mit abstrakten Motiven aus eckigen Spiralen. Der östliche, schmalrechteckig geschnittene Garten zwischen Hojo und Kuri wird Furi-no-niwa genannt, Garten des Untrennbaren; er besteht aus Felsen-Arrangements in dem selten verwendeten rotem Kies aus der Region Kurama. Der Hintergrund ist eine Geschichte aus der Kindheit des Gründers: Wegen eines fiebrigen Infektes wurde er als Kind aufgegeben und in den Bergen ausgesetzt. Als mehrere Wölfe ihn vernaschen wollten, beschützten zwei Hunde das Kind und verjagten die Wölfe. Der größte Felsen in der Mitte repräsentiert den Gründer Fumon Mukan, neben ihm seine beiden Wachhunde, die ihn vor den Wölfen in Form von zwei Dreiersteingruppen außenherum schützen, und das "Untrennbare" sind die Hunde, die nicht von seiner Seite weichen. Diese drei Karesansui-Gärten wurden in der Showa-Zeit im Jahre 1964 vom Gartenarchitekten Shigemori Mirei (1896-1975, eigentlich hieß er Shigemori Kazuo) angelegt und sind recht modern in ihrer Gestaltung. Dieser Künstler hat auch den Garten des Reiun-in, den des Funda-in, den Garten des Komyo-in und den Hojo-Garten des Tofuku-ji-Haupttempels angelegt. Außerdem hat er den Garten des Zuiho-an angelegt (gehört als Subtempel zum Daitoku-ji-Komplex), sowie den Garten des Matsuo-taisha-Schreins, den des Sumiyoshi Schreins und den der Burg Kishiwada-jo. Der Enkel des Künstlers ist übrigens Shigemori Chisao, der den Garten des Tempels Shinnyodo in Kyoto gestaltet hat. Von Süden her führt das in der Azuchi-Momoyama-Zeit erbaute Omote-mon in den Garten, ein wichtiges Kulturgut. Normalerweise ist es verschlossen; der Besucher nimmt einen Eingang rechts daneben. Auch der 1603 während der Momoyama-Zeit erbaute Kuri (Küchenbau und persönlicher Lebensbereich der Mönche) im Osten des Hojo ist ein wichtiges Kulturgut. Die Verhältnisse sind so beengt und der Wald ringsum ist so hoch, daß es quasi unmöglich ist, eine Außenansicht des Hojo als Totale für ein Photo zu bekommen. Die Idee, einen der Gärten zu betreten, sollte man nicht einmal im Traum andenken. Der Ryogin-an ist nur zu bestimmten, unregelmäßigen Gelegenheit für Besucherverkehr geöffnet (meist im März und im November) und meistens geschlossen.

Ein weiteres Tor führt hinter der Holzbrücke Engetsukyo nach rechts in den Ostteil mit weiteren Gartenanlagen des Subtempels Sokushu-in (Sokushuu-in), die von Moosflächen geprägt sind. Dieser Subtempel wurde im Jahre 1387 vom 54. Abt des Tofuku-ji, Gochu Genju, gegründet. Bevor die Anlage zum Tempel wurde und neue Gebäude entstanden, war hier der Tsukinowaden-Palast des zum Hofadel gehörenden Fujiwara no Kanezane, 1196 erbaut. Die heutigen Gebäude sind relativ neu und unspektakulär; aber diesen Subtempel besucht man eigentlich sowieso nur wegen der Moosgärten. Der Sokusho-in ist aber auch nur einmal mit Jahr für ein paar Tage geöffnet, im Herbst. Hinter dem Eingangstor gabelt sich der Weg: Links geht es zum Moosgarten mit reichlich Sugigoke-Moos, rechts geht es zu einem Friedhof auf dem Hügel ganz im Osten, bevor die Wohnquartiere der Stadt den Tempel begrenzen. Auf dem Hügel hinter dem Tempel fand während der Meiji-Restauration eine Schlacht zwischen Saigo Takamori und der Tokugawa-Armee statt, deshalb erinnert etliche Grabsteine an die Gefallenen dieser Zeit.

Die anderen Subtempel liegen außerhalb des Hauptareals und sind von den Straßen im Westen des Haupttempels zu erreichen. Wenn man vom JR-Bahnhof Tofukuji kommt, erreicht man noch vor dem Überqueren der Hauptverkehrsstraße den Manju-ji, der zwischen der Eisenbahn im Westen und einem Parkplatz im Osten eingekeilt liegt und früher ein eigenständiger Tempel war und sogar einmal zu den Kyoto Gozan gehörte, den fünf wichtigsten Zen-Tempeln der Stadt. Charakteristisches Merkmal dieses Tempels ist das holzverkleidete, turmartige Eingangstor mit schrägen Seiten, oben umlaufender Galerie und Irimoya-Dach. Der Manju-ji wurde besitzt eine große Amida-Figur.

Dann gelangt man in der ersten Parallelstraße südlich der Hauptverkehrsachse zum ersten Subtempel (Tatchu), dem Taiko-an (Taikou-an), der ein 80 m x 55 m großes Rechteck einnimmt. Durch das im Norden gelegene Eingangstor kommt man in einen schmalen Rechteckgarten zwischen den Hallen und sonstigen Gebäuden; der große Garten liegt im Süden hinter dem Hojo. Der Taiko-an wurde im Jahre 1346 vom 43. Abt des Tofuku-ji gegründet, aber im Onin-Krieg zerstört. Fast anderthalb Jahrhunderte lag die Stelle brach, bis der Kriegermönch Ankokuji Ekei ihn im Jahre 1599 wiederbelebte. Dieser Subtempel spielte eine Rolle, als im Jahr 1600 hier die Pläne für die Schlacht von Sekigahara geschmiedet wurden, im Teeraum der Gästehalle. Es gibt ferner eine Jizo-Halle mit einer entsprechenden Statue, in der zahlreiche Liebesbriefe an Ono-no-Komachi gefunden wurden, einer schönen Hofdame der Heian-Zeit.

Im Südwesten des Taiko-an liegt der kleine Daihisan Hossho-ji, zwischen Eisenbahngleisen und einer Brachfläche inmitten moderner Bebauung, 110 m Luftlinie vom Eingangstor des Taiko-an entfernt. In seinem Namen lebt die Erinnerung an den im Jahre 925 von Fujiwara no Tadahira erbauten Tempel Hossho-ji fort, der vor dem Tofuku-ji bestand. Im Hossho-ji wird eine Heian-zeitliche Senju Kannon (Mokuzo senju kannon ryuzo, Nationalschatz) aufbewahrt, und der Tempel ist die 21. Station auf dem Rakuyo-Kannon-Pilgerweg, der insgesamt 33 Kannon-Tempel in der Stadt Kyoto miteinander verbindet und durch die Stadtbezirke Nakagyo-ku, Kamigyo-ku, Shimogyo-ku, Sakyo-ku, Higashiyama-ku und Minami-ku führt, und der Hossho-ji wird nach dem Sennyu-ji und vor dem Joko-ji besucht.

Folgt man der Straße, die im Zickzack zum Haupttempel des Tofuku-ji führt, eine Ecke nach rechts und eine Ecke nach links, liegen nördlich der Straße von Norden nach Süden der Joko-in, der Reigen-in und der Ryomin-an, dann nach Osten der Kaizo-in und der Shorin-ji, letzterer am Ende einer Stichstraße und einer Treppe.

Der Muromachi-zeitliche, 1550 vom 205. Abt des Tofuku-ji, Kogaku Reisho, gegründete Shorin-ji ist dem zu den vier Himmelskönigen gehörenden und als einziger davon auch separat verehrten Gott Bishamon-ten geweiht als Beschützer des Nordens, einer traditionell als bedrohlich empfunden Himmelsrichtung (Kimon = ungünstige Richtung). Der Hon-do des Subtempels gehörte ursprünglich dem Konoe-Clan (ein Fujiwara-Zweig, zu den Go-sekke gehörend, den fünf regierenden Familien), die den Tempel finanziell unterstützten und dieses Gebäude spendierten. Die im Hondo (Haupthalle) aufgestellte, 1,46 m hohe Figur der Gottheit ist von exquisiter Qualität und stammt aus der Heian-Zeit; sie wird aber nur im Rahmen von Sonderöffnungszeiten öffentlich gezeigt (Frühjahr, Herbst, Neujahr); Photographieren in den Gebäuden ist verboten. Diese Figur wurde während der Edo-Zeit über einer Decke in der Haupthalle des Tofuku-ji gefunden, wo sie versteckt und vergessen war. Weitere Tempelschätze sind eine 1,04 m hohe Figur von Kisshoten (Göttin der Schönhgeit und des Wohlstands), die von Shimizu Ryukei angefertigt worden ist, und eine 97 cm hohe Figur des Zennishi Doji (Sohn von Bishamonten und Kisshoten), ebenfalls von Shimizu Ryukei (1659-1732) angefertigt. Die Fusuma sind mit Tigern im Bambuswald bemalt; der Künstler war Bunpo Araragi (1891-1970) und malte diese Stücke im Jahr 1926. Weiterhin wird hier ein Bishamonten-Mandala aufbewahrt, das Gessho Tamura (Soryu, 1846-1918) angefertigt hat und das den Gott Bishamonten im Kreis seiner Familie zeigt. Im Subtempel wird die Praxis der Zen-Meditation und des Sutra-Kopierens gepflegt, wobei man nach Anmeldung auch teilnehmen kann. Unter Goshuin-Sammlern genießt dieser Subtempel einen besonderen Ruf, weil sich das jeweils verwendete Design des Goshuin in Abhängigkeit von der Jahreszeit ändert. Sowohl vor dem Hondo als auch hinter ihm liegt jeweils ein schöner Garten; der vordere hat einen besonders schönen Ahorn, den Kissho-momiji, und der rückwärtige Felsengarten ist ein Shogetsu-tei.

Die nach Süden zur Brücke Gaunkyo führende Straße wird im Osten gesäumt vom Ritsukyoku-an (Rikkyoku-an), vom Zenne-in und vom Daiki-in mit südlich angrenzendem Friedhof (von Norden nach Süden aufgezählt). Diesem gegenüber liegen auf der Westseite der Straße der Doju-in und der Ikka-in, im Westen hinter diesen beiden der Reiun-in.

Der Doju-in besitzt eine 2,65 m hohe Figur des Fudo Myo-o, die von Kosho angefertigt worden ist, dem Vater des Bildhauers Jocho. Sie ist elegant und grimmig zugleich, ein zorniger Gott in schönster Fujiwara-Kunst. Die Statue wird Juman Fudo genannt, wobei "Juman" soviel wie "das Land beschützen" bedeutet. Der Kult begann lange vorher: Vor dem Tofuku-ji gab es den in der mittleren Heian-Zeit erbauten Hossho-ji, von Fujiwara-no-Tadahira erbaut. Im Jahre 1006 erbaute Fujiwara-no-Michinaga eine Halle Godai-do, in der die fünf Godai-Myo-o aufgestellt wurden. Nachdem sich die Fujiwara zurückzogen, der Hossho-ji verfiel und schließlich die Kujo-Familie hier den Tofuku-ji erbaute, entstand in Folge auf den Ruinen des vormaligen Godai--do dieser Tempel, in dem Fudo-Myo-o weiter verehrt wird.

Der Ikka-in ist meistens geschlossen. Nur an besonderen Tagen zur Herbstlaubsaison ist er im November geöffnet. In der Regel schaut man außerhalb dieser Saison chancenlos vorbei. Der Subtempel wurde während der Muromachi-Zeit im Jahre 1382 vom 67. Abt des Tofuku-ji, Keneki Togen, gegründet. Zwischenzeitlich verfiel der Tempel. Noch während der Edo-Zeit wurde er im Jahre 1821 vom Priester des Reiun-in, Tenzui, wiederbelebt und wiederaufgebaut. Von der Straße betritt man den Ikka-in durch das Omote-mon; dahinter befinden sich Hojo, im Osten desselben der Shoin und im Norden des Hojo ein streng formaler Trockengarten, der Hofutsu-Seki-tei (Hofutsu-Seki-Garten) mit dem Hofutsu-seki (Hofutsu-Stein), sowie im Süden des Hojo der Iki-matsu-no-niwa (Iki-matsu-Garten) mit einer berühmten Kiefer (Iki-matsu = Iki-Kiefer). Im Westen grenzt ein Friedhof an. Von der Symbolik her hat der Tempelname einen Bezug zu Ikka-Goyo, eine sich mit fünf Blütenblättern öffnende Blüte, ein Zen-Symbol für das sich der Erkenntnis öffnende Herz. Das hier verehrte Hauptbild ist eine Figur der Byakue Kannon.

Im Nordwesten des Ikka-in liegt der Subtempel (Tatchu) Reiun-in (Ryoun-in), über eine kleine Stichstraße zu erreichen, die zum Omote-mon führt. Der Tempel wurde 1390 während der Muromachi-Zeit vom 80. Abt des Tofuku-ji, Kiyo Hoshu, gegründet. Sein erster Name war Funin-an, weil der Gründer als Mönchsnamen Funin-Donin gewählt hatte. Erst 1473 wurde der Name des Subtempels in Reiun-in ("Subtempel der glückverheißenden Wolke") geändert. Die Haupthallen sind der Shoin und der Hojo, im Nordwesten liegt das zweistöckige Teehaus Kangetsu-tei, das eine bauliche Nachempfindung des 1587 von Toyotomi Hideyoshi für seine große Teezeremonie in Kitano benutzten, Momoyama-zeitlichen Teehauses ist. Vor diesem Teehaus liegt ein kleiner Garten mit Sand, Moos, Wasserbecken und Steinlaterne. Im Westen befindet sich der Garten Gaun-no-niwa (Ga-un = eine sich frei bewegende Wolke), im Süden der Garten Kusen-hakkai-no-niwa (kusen = neun Berge, hakkai = acht Meere, ein Sinnbild für die den Weltenberg Sumeru umgebenden Berge und Ozeane nach der alten indischen Mythologie und Kosmologie) mit der Steinsetzung Iai-seki, ein Geschenk der Familie Hosokawa an ein Familienmitglied, das hier als Priester lebte. Dieser zentrale Stein steht für das Zentrum, den Berg Sumeru, das Herzstück des buddhistischen Universums. Diese beiden Gärten im Karesansui-Stil wurden in der Showa-Zeit in den 1970er Jahren vom Gartenarchitekten Shigemori Mirei angelegt und sind recht modern in ihrer Gestaltung. Die Edo-zeitlichen Vorläufergärten waren verkommen gewesen. Dieser Künstler hat auch den Garten des Komyo-in, des Ryogen-an und den Hojo-Garten des Tofuku-ji-Haupttempels angelegt. Das in diesem Subtempel verehrte Hauptbild ist der Monju Bosatsu (Bodhisattva Manjushri); entsprechend lauten die gemalten Zeichen auf dem Goshuin des Subtempels "Monju Bosatsu".

Der Reiun-in ist Bestandteil einer Pilgerroute, des Kyoto Ju-san Butsu, "die 13 Buddhas in Kyoto". Auf dieser Route werden insgesamt 13 Gottheiten des Shingon-Buddhismus besucht, in jedem Tempel eine andere, Buddhas und Bodhisattvas. Der Chishaku-in ist die erste Station dieser Pilgerroute, dort wird Fudo Myo-o besucht. Nach dem Chishaku-in geht es zum Seiryo-ji in Arashiyama, wo der Shaka Nyorai verehrt wird. Danach werden Verehrungsstätten für Monju Bosatsu im Reiun-in, für Fugen Bosatsu im Daikomyo-ji, für Jizo Bosatsu im Daizen-ji, für Miroku Bosatsu im Sennyu-ji, für Yakushi Nyorai im Inabayakushi-ji (Byodo-ji), für Kannon Bosatsu im Senbon Shakado (Daiho onji), für Seishi Bosatsu im Ninna-ji, für Amida Nyorai im Hokongo-in und für Ashuku Nyorai im Hokan-ji (Yasaka-Pagode) besucht. Dainichi wird im To-ji besucht, der zwölften Station der Route. Danach endet die Route am Horin-ji in Arashiyama mit dem Kokuzo Bosatsu.

Jenseits der Gaunkyo-Brücke folgen auf der Westseite nach einem Kindergarten der Tentoku-in nördlich der Querstraße, der Funda-in (Sesshu-ji) südlich der Querstraße, südlich davon gefolgt vom Toko-ji und dem Keisho-in links daneben, noch weiter nach Westen der Shogon-in, aber noch nordöstlich des die Straße überspannenden Nandai-mon. Südlich der nächsten Querstraße liegt der Ganjo-ji (Ganjou-ji); nach Westen versetzt liegen der Nenbutsu-ji und südöstlich gleich daneben der Kenko-in (Kenkou-in). Im Osten liegt gegenüber dem Lotusteich des Haupttempels der Shogaku-an. Südlich von diesem folgen aufeinander der Komyo-in, der Yomei-in (Youmei-in) und der Nanmei-in, der die Tempellandschaft im Süden beendet, kurz bevor der Inariyama-Tunnel quert.

Der Tentoku-in (vollständig: Banshozan Tentoku-in) wurde in der Mitte des 14. Jh. vom 30. Abt des Tofuku-ji, Mumu Issei, gegründet. Nach mehreren Zerstörungen entstand die gegenwärtige Haupthalle gegen Ende des 18. Jh. Der für seine Blumen, insbesondere seine weißen und blauen Glockenblumen berühmte Karesansui-Garten (Zen-Garten) wurde in der Momoyama-Zeit gegen Ende des 16. Jh. angelegt. Zeitweise lebte in diesem Subtempel der Haiku-Dichter Ogiwara Seisensui (1884-1976), an den ein Gedenkstein mit einem seiner Gedichte erinnert.

Der in der Nähe des Haupteingangs zum Haupttempel gelegene Funda-in (Zugang durch ein kleines Tor auf der Nordseite) ist auch als Sesshu-ji bekannt, weil der Zen-Mönch und Künstler Sesshu Toyo (1420-1506, Künstlername = Sesshu, echter Name = Toyo), bekannt für seine schwarz-weißen Malereien (Suiboku-ga) der Muromachi-Zeit, den großen Garten im Süden der Haupthalle zwischen 1460 und 1468 gestaltet hat, der in einer Trockenlandschaft das Motiv des Berges Horai inszeniert. Jenseits einer Fläche aus geharktem Kies liegen in einer Moosfläche zwei Felsenhaufen, die das klassische Inselpaar, die flache Schildkröteninsel (Kame-jima) und die Kranichinsel (Tsuru-jima) mit hoch aufgerecktem zentralen Stein, darstellen. Deshalb heißt der Garten auch Tsuru-kame-no-niwa, Kranich-Schildkröten-Garten. Beide, Schildkröte und Kranich, gelten in Japan als Symbole für langes Leben, deshalb findet sich bevorzugt diese Symbolkombination in der Gartenarchitektur; nur sind die Inseln beide meistens in einem Teich, hier aber in einer Moosfläche angelegt. Vom Typ her ist es ein Ike-niwa, also ein Teichgarten, nur ohne Wasser und statt dessen mit Moosflächen. Die Kranichinsel wurde im frühen 19. Jh. zerstört, weil der Friedhof der Familie Ichijo expandierte. Der Garten wurde von Shigemori Mirei im Jahre 1939 wiederhergestellt; dabei wurde auch die Kranichinsel wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt. Beide Künstler arbeiteten mit 5 Jahrhunderten Abstand, und doch vereinigen sich ihre Ideen harmonisch bei der Schaffung einer Vision des Berges Horai und einer idealen symbolischen Welt frei von Leiden und Altern. Der Name Funda-in bedeutet "Subtempel des weißen Lotus". Die in der Kamakura-Zeit im Jahr 1321 erfolgte Gründung des Tempels geht auf Ichijo Uchitsune (1291-1325) zurück, der kaiserlicher Berater und 1318-1323 Kampaku war, bzw. auf seinen Sohn Ichijo Tsunemichi (1317-1365), der 1338-1342 Kampaku (Regent) war. Der Gründer bot Sozen Jozan die Tempelgründung an, was dieser gerne annahm, und der Funda-in wurde zum Familientempel der Ichijo. Die Gebäude sind Meiji-zeitlich, weil die Haupthalle 1691 abbrannte, unter Kampaku Ichijo Kaneteru zwar wiederaufgebaut wurde, aber 1755 noch einmal abbrannte. Die heutigen Gebäude wurden 1899 erbaut, finanziert durch Kaiserin Shoken (1849-1914), Gemahlin des Meiji-Tenno und Angehörige der Familie Ichijo, denn mit Geburtsnamen hieß dritte Tochter Ichijo Tadakas Ichijo Masako. Der gegenwärtige Hondo stand ursprünglich im Kaiserpalast und wurde hierhin versetzt. Es gibt noch im Osten der Haupthalle einen weiteren kleinen und schmalen Garten mit viel Moos, der von Shigemori Mirei 1939 hinzugefügt und angelegt wurde und Steinsetzungen für die vier Inseln der Unsterblichen besitzt. Ein Teeraum (das Teehaus heißt Tonan-tei, innen 1969 restauriert) erlaubt den Blick auf den Garten durch ein rundes Fenster (Maru-mado, Kreisfenster). Mit den rechteckigen Shoji-Wänden, die somit nur in einem Kreissegment lichtdurchflutet sind, ergibt sich ein reizvoll gerahmter Ausblick. Runde Fenster sind im Zen ein Symbol der Perfektion, des Universums und auch der Erleuchtung, rechteckige Fenster (Kaku-mado) ein Symbol der Täuschung, so daß sich ein symbolisches Zusammenspiel beider Formen ergibt. Vor dem Teehaus befindet sich ein kleiner Teegarten (Cha-niwa oder Roji) mit einer Steinlaterne vom Typ Kuzuya-gata (wie ein schilfgedecktes Haus oben abgeschlossen) und mit einem Magatama Chozubachi als Wasserbecken, mit kreisrunder Vertiefung in einem natürlichen Stein. Wenn in der Hauptsaison der Tofuku-ji selbst überlaufen ist, laden die Tatami-Räume des Funda-in und seine Engawa (Veranda) zum ruhigen Genießen ein, weil die wenigsten Besucher des Haupttempels auch hierhin kommen.

Der Komyo-in wurde in der Muromachi-Zeit im Jahre 1391 vom 70. Abt des Tofuku-ji, Kinzan Myosho, gegründet. Der Tempel wurde aber in der frühen Meiji-Zeit aufgelassen und verfiel. Die absichtliche und aktive staatliche Vernachlässigung buddhistischer Stätten (Haibutsu-kishaku) führte zum Verfall des Subtempels. In der späten Meiji-Zeit (1911) wurde der Komyo-in zu neuem Leben erweckt. Deshalb sind die Gebäude auch Showa-zeitlich. Auch wenn das Gesehene zeitlich jung ist, ist es trotzdem ein sehr schöner und interessanter Garten. Der Hashin-tei ("trocken-Teich-Garten") genannte Garten des Komyo-in wurde ebenfalls in der Showa-Zeit im Jahr 1939 vom Gartenarchitekten Shigemori Mirei angelegt, der auch den Garten des Ryogin-an, des Reiun-in und den Hojo-Garten des Tofuku-ji-Haupttempels angelegt hat. Typisch für seine Gärten vom Karesansui-Typ sind die Dominanz von Felsen (mit hohem vertikalen Anteil) und Moosflächen in recht moderner Interpretation klassischer Gestaltungsprinzipien. Hier steht eine weiße Sandfläche für ein großes Meer, umgeben von den Mooshügeln, die die Berglandschaft um das Meer darstellt. Insgesamt sind in dem Garten 75 Felsen verteilt, die Linien vom Zentrum aus bilden. Drei Gruppen aus drei besonders großen Steinen im Norden, in der Mitte und im Süden des Gartens heißen "Sanzon Iwagumi" bzw. "Sanzon Ishigumi"; sie stehen für die drei Buddha-Triaden, Shaka-Triade, Yakushi-Triade und Amida-Triade (Amida Nyorai zwischen zwei Bodhisattvas, Kannon = Avalokiteshvara und Daiseishi = Mahasthamaprapta). Die Azaleenbüsche im Hintergrund symbolisieren eine Wolkenbank. Kirschbäume, Azaleen und Ahorne schaffen ein jahreszeitlich wechselndes Farbbild. Der Teeraum des Tempels wird Kantei-ro genannt. In der Halle des Tempels wird die Gottheit Marishi-ten verehrt, die früher eine Gottheit der Kriegerklasse war, heute aber für das Erreichen von Wohlstand angerufen wird. Vom Namen her bedeutet Komyo-in "Subtempel der strahlenden Klarheit", mit Ko (Kou) = strahlend hell, Sonnenlicht, myo (myou) = Klarheit, Mondlicht. Beide Kanji zusammen stehen für das Licht, die Weisheit und die Gnade Buddhas.


Nationalschätze und wichtige Kulturgüter
Im Tofuku-ji-Komplex sind zwei Nationalschätze unter den Gebäuden zu finden, das San-mon des Haupttempels und der Hojo des Subtempels Ryogin-an. Zu den wichtigen Kulturgütern gezählt werden das Nio-mon, der Tosu (Gemeinschaftstoilette), das Badehaus (Yokushitsu), der Kaisan-do des Haupttempels, die Brücke Engetsukyo, der Zen-do (Meditationshalle, So-do), das Tor Rokuhara-mon, die Zierpagode Jusanju-Sekito, der Achteckbau des Aizen-do, der Glockenturm aus dem 15. Jh., das Tor Gekka-mon, das Tor Omote-mon des Subtempels Ryogin-an und der Kuri des Subtempels Ryogin-an. Dazu kommt noch die Einstufung der Hojo-Gärten als national wichtige Stätte besonderer landschaftlicher Schönheit.


Alter der Gebäude
Vom Alter der Bauten her besitzt der Tofuku-ji teilweise sehr alte und wertvolle Bausubstanz: Das älteste Bauwerk ist das Rokuhara-mon aus der Kamakura-Zeit. Das Gekka-mon stammt aus der gleichen Zeit und wurde 1268 erbaut. Aus der Muromachi-Zeit stammen die 1343 aufgestellte dreizehnstufige Stein-Pagode (Jusanju-Sekito), die 1347 erbaute Meditationshalle Zen-do, der Tosu aus dem 14. Jh., der 1387 erbaute Hojo des Ryogin-an und das 1425 erbaute San-mon, ebenso wie das 1459 erbaute Badehaus (Yokushitsu) und der aus dem 15. Jh. stammende Glockenturm. Damit hat sich ein beachtlicher Baubestand aus der Zeit des großen Wiederaufbaus im 14. und 15. Jh. erhalten, darunter etliche der für einen Tempel essentiellen Gebäude. Aus der Azuchi-Momoyama-Zeit stammen das 1594 errichtete Chokushi-mon, das 1597 erbaute Nio-mon und die 1603 erbaute Brücke Engetsukyo. Während der Edo-Zeit wurde der Kaisan-do (Joraku-an) rekonstruiert. Aus neuerer Zeit (Meiji, Showa, Heisei) stammen der 1890 neu erbaute Hojo, der 1910 erbaute Kuri, der 1917-1934 errichtete Hon-do, die Mitte des 20. Jh. erneuerte Tsutenkyo-Brücke und der 1975 erbaute Kaisan-do des Ryogin-an.

Alter der Gebäude, soweit bekannt


Kusaka-mon


San-mon


Literatur, Links und Quellen:
Lokalisierung auf google maps:
https://www.google.de/maps/@34.9769266,135.7733808,18z - https://www.google.de/maps/@34.9766198,135.773822,368m/data=!3m1!1e3
eigene Webseite:
http://www.tofukuji.jp/ - http://www.tofukuji.jp/english/index.html
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John Dougill, Takafumi Kawakami, John Einarsen: Zen Gardens and Temples of Kyoto, Tuttle Pub 2017, ISBN-10: 480531401X, ISBN-13: 978-4805314012, S. 62-71
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Judith Clancy, Ben Simmons: Kyoto Gardens - Masterworks of the Japanese Gardener's Art, 144 S., Verlag: Tuttle Shokai Inc. 2015, ISBN-10: 4805313218, ISBN-13: 978-4805313213, S. 136-141
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https://www.discoverkyoto.com/places-go/tofuku-ji/
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http://jpmanual.com/en/shorinji - http://jpmanual.com/en/reiunin - http://jpmanual.com/en/ryoginan - http://jpmanual.com/en/komyoin - http://jpmanual.com/en/ikkain - http://jpmanual.com/en/fundain
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http://thekyotoproject.org/deutsch/der-tofukuji-tempel/
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https://de.wikipedia.org/wiki/T%C5%8Dfuku-ji - https://en.wikipedia.org/wiki/T%C5%8Dfuku-ji
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http://zen.rinnou.net/head_temples/05tofuku.html
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https://www.insidekyoto.com/tofuku-ji-temple
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https://kyoto.travel/en/shrine_temple/182
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http://kyoto.asanoxn.com/places/higashiyama_sth/tofukuji.htm
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http://www.japanesegardens.jp/gardens/famous/tofuku-ji.php
Subtempel auf Japan Kyoto:
https://japan-kyoto.de/fundain-subtempel-tofukuji-kyoto/ - https://japan-kyoto.de/ryoginan-subtempel-tofukuji-kyoto/ - https://japan-kyoto.de/sokushuin-subtempel-tofukuji-kyoto/
Subtempel: Shorin-ji:
http://shourin-ji.org/ - http://shourin-ji.org/english/ -  Manju-ji: https://en.wikipedia.org/wiki/Manju-ji - Daiki-in: http://www.gshuhou.com/eitai/ - Reigen-in: https://www.reigen-in.jp/ - Doju-in: http://kanko.city.kyoto.lg.jp/detail.php?InforKindCode=1&ManageCode=1000179 - Ikka-in: http://ikkain.com/ - Tentoku-in: http://www.tentokuin.jp/tera/ - http://www.tentokuin.jp/tera/temple.html - Funda-in: https://kanko.city.kyoto.lg.jp/detail.php?InforKindCode=1&ManageCode=1000202 - http://www.japanesegardens.jp/gardens/secret/funda-in-tofuku-ji.php - Ganjo-ji: http://ganjoji.org/ - Ryogin-an: http://kyoto.asanoxn.com/places/higashiyama_sth/ryoginan.htm - Ryogin-an: https://damien.douxchamps.net/photo/japan/kansai/kyoto/higashiyama/tofukuji/ryogin-an/ - http://www.japanesegardens.jp/gardens/famous/ryogin-an-tofuku-ji.php - Sokushu-in: http://www.japanesegardens.jp/gardens/famous/sokushu-in-tofuku-ji.php - https://damien.douxchamps.net/photo/japan/kansai/kyoto/higashiyama/tofukuji/sokushu-in/ - https://kyotofukoh.jp/report608.html - Komyo-in: http://www.japanesegardens.jp/gardens/secret/komyo-in-tofuku-ji.php - Rikkyoku-an: https://kyotofukoh.jp/report1536.html - Funda-in: http://kyoto.asanoxn.com/places/higashiyama_sth/fundain.htm - Komyo-in: http://kyoto.asanoxn.com/places/higashiyama_sth/komyoin.htm - Ryogin-an: http://kyoto.asanoxn.com/places/higashiyama_sth/ryoginan.htm
auf travel around Japan:
http://www.travel-around-japan.com/k62-81-tofukuji.html
auf Kanpai:
https://www.kanpai.fr/kyoto/tofuku-ji
auf Japan 365 days:
http://www.japan365days.com/kyoto_tofukuji_temple.php
Besucher-Faltblatt des Tempels
auf Kyoto Station:
https://www.kyotostation.com/tofukuji-temple/
Gärten, auf Japan Times:
https://www.japantimes.co.jp/life/2002/03/14/environment/garden-jewels-in-the-tofukuji-temple-crown/ - ein Artikel voller Fehler
auf Zipang Guide:
http://www.zipangguide.com/travel/sight/kyoto/tofuku_temple.html
auf Rohm:
https://micro.rohm.com/en/rohm-saijiki/tofukuji/closeup/closeup01.html - https://micro.rohm.com/en/rohm-saijiki/tofukuji/closeup/closeup03.html - https://micro.rohm.com/en/rohm-saijiki/tofukuji/closeup/closeup02.html
auf Gaijinpot:
https://travel.gaijinpot.com/tofuku-ji-temple/
auf Fastjapan:
https://fastjapan.com/en/p114933
Übersichtsplan Subtempel:
http://www.higasiyama3k.org/pdf/English/omote2.pdf - http://shogoin-jumokusou.com/images/touhukuzi/ziinmap586.gif - http://www.higasiyama3k.org/pdf/English/allmap1.pdf
Liste der Nationalschätze:
https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_National_Treasures_of_Japan_(temples) - https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_National_Treasures_of_Japan_(sculptures)
Liste der wichtigen Kulturgüter der Kamakura-Zeit:
https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Important_Cultural_Properties_of_Japan_(Kamakura_period:_structures)
Haupttempel auf Kyotofukoh:
https://kyotofukoh.jp/report163.html
Subtempel Ryogin-an auf Kyotofukoh:
https://kyotofukoh.jp/report485.html
Subtempel Sokushu-in (Sokushuu-in) auf Kyotofukoh:
https://kyotofukoh.jp/report608.html
Subtempel Manju-ji auf Kyotofukoh: https://kyotofukoh.jp/report516.html
Subtempel Taiko-an (Taikou-an) auf Kyotofukoh:
https://kyotofukoh.jp/report597.html
Subtempel Joko-in auf Kyotofukoh:
https://kyotofukoh.jp/report1533.html
Subtempel Reigen-in auf Kyotofukoh:
https://kyotofukoh.jp/report1540.html
Subtempel Kaizo-in auf Kyotofukoh:
https://kyotofukoh.jp/report1537.html
Subtempel Shorin-ji auf Kyotofukoh:
https://kyotofukoh.jp/report607.html
Subtempel Ritsukyoku-an (Rikkyoku-an) auf Kyotofukoh:
https://kyotofukoh.jp/report1536.html
Subtempel Zenne-in auf Kyotofukoh:
https://kyotofukoh.jp/report1542.html
Subtempel Doju-in auf Kyotofukoh:
https://kyotofukoh.jp/report591.html
Subtempel Ikka-in auf Kyotofukoh:
https://kyotofukoh.jp/report1544.html
Subtempel Reiun-in auf Kyotofukoh:
https://kyotofukoh.jp/report585.html
Subtempel Funda-in (Sesshu-ji) auf Kyotofukoh:
https://kyotofukoh.jp/report584.html
Subtempel Toko-ji auf Kyotofukoh:
https://kyotofukoh.jp/report1538.html
Subtempel Keisho-in auf Kyotofukoh:
https://kyotofukoh.jp/report1365.html
Subtempel Shogon-in auf Kyotofukoh:
https://kyotofukoh.jp/report1535.html
Subtempel Ganjo-ji (Ganjou-ji) auf Kyotofukoh:
https://kyotofukoh.jp/report1534.html
Subtempel Kenko-in (Kenkou-in) auf Kyotofukoh:
https://kyotofukoh.jp/report894.html
Subtempel Shogaku-an auf Kyotofukoh:
https://kyotofukoh.jp/report1347.html
Subtempel Komyo-in auf Kyotofukoh:
https://kyotofukoh.jp/report596.html
Subtempel Yomei-in (Youmei-in) auf Kyotofukoh:
https://kyotofukoh.jp/report1419.html
Subtempel Tentoku-in auf Kyotofukoh:
https://kyotofukoh.jp/report800.html
Ian Littlewood, Ayumi Oe Littlewood: Kyoto Without Crowds, A Guide to the City's Most Peaceful Temples and Gardens, 264 S., CreateSpace Independent Publishing Platform, 1. Auflage 2018, ISBN-10: 1978158998, ISBN-13: 978-1978158993, S. 141-150 zu den Subtempeln
Kyoto Jusan Butsu:
http://www.taleofgenji.org/kyoto_jusan_butsu_pilgrimage.html - https://en.wikipedia.org/wiki/Thirteen_Buddhist_Sites_of_Kyoto - https://en.wikipedia.org/wiki/Thirteen_Buddhas - http://kyoto.13butsu.org/ - https://www.jisyameguri.com/junrei/kyoto13/


Tofuku-ji (2): Gebäude des Haupttempels - Tofuku-ji (3): Hondo, Brücke und Ahornschlucht - Tofuku-ji (4): Fumon-in und Kaisando - Tofuku-ji (5): Subtempel und Engetsukyo-Brücke - Tofuku-ji (6): Kuri, Hojo und Hojo-Gärten

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