Bernhard Peter
Kyoto, Myoshin-ji (1): Beschreibung von Haupttempel und Subtempeln


Lage und Erreichbarkeit
Der Myoshin-ji ist der größte Zen-Tempel-Komplex der Stadt und des ganzen Landes und befindet sich im Stadtteil Hanazono im Stadtbezirk Ukyo (Adresse: 64 Hanazono Myoshinjicho, Ukyo-ku, Kyoto-shi, Kyoto, 616-8035, Japan). Man erreicht den Tempelkomplex am bequemsten ab Hauptbahnhof mit der JR Sagano Line, Ausstieg am Bahnhof Hanazono (4. Halt ab Hauptbahnhof), im Südwesten des Komplexes gelegen, Zugang über das Südtor. Für JR-Paß-Inhaber ist das die sinnvollste Anreise; alle anderen Möglichkeiten kosten. Alternativ kann man die Randen Kitano Line nehmen mit der Haltestelle Myoshin-ji im Norden des Komplexes, Zugang über das Nordtor. Busse verkehren ab JR Kyoto Station (City Bus Nr. 26, Bussteig D3, nach Omuro Ninnaji Temple, Ausstieg Myoshinji Kitamon-mae), Hankyu Kawaramachi Station (City Bus Nr. 10, A, nach Kitano Tenmangu Shrine, Ausstieg Myoshinji Kitamon-mae) sowie ab Bushaltestelle Shijo Kawaramachi (Kyoto Bus Nr. 63 nach Arashiyama bzw. Nr. 654 nach Arisugawa, Ausstieg Myoshinji-mae). Und man kann von der Keihan Gion-Shijo Station bzw. der Bushaltestelle Shijo Keihan-mae den City Bus Nr. 10 wie oben nehmen. Von Sanjo Keihan aus kann man die Kyoto-Busse 61, 62, 63 und 65 zur Haltestelle Myoshinji-mae nehmen, von Kinrin Shaka aus den City Bus Nr. 93, der einen ebenfalls in die Nähe des Südeinganges bringt.

In seiner Geschlossenheit, Erhaltung, Größe und Vielfalt ist der Komplex einzigartig, deshalb gehört der Myoshin-ji zu den empfehlenswertesten Zielen in Kyoto. Er ist eine "buddhistische Kleinstadt", eine ganze Welt für sich, wo irgendwann, je tiefer man eindringt, die Großstadt Kyoto und der Alltag ganz weit weg sind. Das Areal mit seinen engen Wegen zwischen weiß oder gelb getünchten Mauern und auf den ersten Blick verwirrend ähnlichen Toren ist so tief verzweigt, daß man immer wieder eine Stichgasse findet, wo man noch nicht war. Man fühlt sich wie auf Entdeckertour in einem Labyrinth und wird hinter jeder Abzweigung, hinter jedem offenen Tor erneut visuell belohnt. Er ist daher eines der lohnendsten Besichtigungsziele von Kyoto, wo das Gebotene überwältigend reichhaltig ist und angenehm erfahren werden kann. Der Tempel ist gut besucht, aber nicht überlaufen. Die meisten Besucher sind beim Haupttempel; in den Subtempeln und zahllosen Nebenwegen ist es ruhiger. Der Besucher kann den ganzen weitläufigen Bereich der Tempelstraßen frei durchstreifen und dabei wesentliche Bauwerke eintrittsfrei von außen anschauen, und das rund um die Uhr. Der Bezahlbereich beginnt am Shin-do des Haupttempels. Dort beginnend kann man den inneren Bereich mit Hojo etc. besichtigen, allerdings, und das ist für eine Hauptsehenswürdigkeit in der wichtigsten Kulturstadt des Landes unzeitgemäß, nur im Rahmen einer Führung, die es nur auf Japanisch gibt.

Von den insgesamt 46 Subtempeln kann man einige wenige besichtigen, wofür jeweils gesondert Eintritt erhoben wird. Die meisten sind für den Publikumsverkehr geschlossen, weil es sich um aktive Tempel und auch privat von den Mönchen bewohnte Gebäude handelt. Einige öffnen sich den Besuchern zu unregelmäßigen Zeiten. Wieder andere öffnen ihre Pforten nur im Rahmen von Kursen und Seminaren. Nur drei Subtempel sind regelmäßig geöffnet, das sind der Keishun-in, der Daishin-in und der Taizo-in. Der Taizo-in ist einer der lohnendsten Subtempel wegen seiner Gärten, und er ist kein bißchen überfüllt, sondern eine Oase der Ruhe und Schönheit. Der Daio-in öffnet manchmal an besonderen Tagen. In den ganzen Subtempeln ist das Photographieren in den Gebäuden nicht gestattet; die Gärten sind hingegen erlaubt. Da das Wesentliche der Subtempel die Gärten sind und das Areal insgesamt weite Wege hat, ist der Komplex nichts für Regentage, weil die Außenbesichtigung im Vordergrund steht.

Wenn man Glück hat und einige Subtempel geöffnet haben, ist der Myoshin-ji alleine bereits ein tagesfüllendes Programm. Wenn das nicht reicht, befinden sich mit dem Ryoan-ji (cave: überlaufen, Steingarten im permanenten Belagerungszustand) und dem Ninna-ji (ganz wunderbare Anlage, dringende Empfehlung) zwei weitere kulturelle Schwergewichte in nächster Nähe, so daß das alles gut kombiniert werden kann.


Geschichte und Bedeutung
Die Keimzelle des Tempelkomplexes war eine kaiserliche Villa, die "Hagiwara-dono" (Hagiwara-Villa) genannt wurde und in der der 1318 zurückgetretene Kaiser Hanazono (1297-1348, regierte 1308-1318) lebte, der sich nach der Übergabe des Amtes an seinen Nachfolger ins Klosterleben zurückzog. Der Name "Hanazono" bedeutet "Blumengarten". Bevor die Großstadt wucherte und diesen Bereich schluckte, befand sich hier im 14. Jh. außerhalb der damaligen Stadt eine bei Kaisern und Adeligen beliebte Gegend am Fuß der Berge, wo man gerne Villen als Rückzugsort errichtete. Kaiser Hanazono hatte von Zen-Meister Shuho Myocho (1282-1337, Gründer des Daitoku-ji) ein "Inka" erhalten, eine Bestätigung der Dharma-Transmission, und die Empfehlung, seine Zen-Studien bei seinem Schüler Kanzan Egen fortzusetzen. Im Jahre 1337, in der Zeit des Nanboku-cho, wurde diese kaiserliche Villa in einen Tempel umgewandelt mit Kanzan Egen Zenji (1277-1360, postumer Name: Muso Daichi, entstand aber erst zur Meiji-Zeit) als erstem Abt. Einige Quellen geben erst 1342 als Gründungsjahr an. Zuvor hatte der Mönch, der ein Schüler von Nanpo Jomyo und Shuho Myocho gewesen war, in den Ibuki-Bergen an der Grenze zwischen den Präfekturen Gifu und Shiga gelebt. Nach dem Tod von Shuho Myocho erbaute Kaiser Hanazono 1338 den Gyokuho-in auf dem Myoshin-ji-Areal; heute steht hier ein neuerer Subtempel dieses Namens. Kaiser Hanazono lebt nicht nur als Name des Stadtteils und des JR-Bahnhofs weiter, sondern er ist auch der Namengeber der Hanazono-High-School (-Oberschule), der Hanazono Middle School und der Hanazono-Universität (die einzige Universität der Rinzai-Schule), die beide zu dem in Bildungsfragen sehr aktiven Tempel gehören und von ihm betrieben werden (außerdem betreibt der Tempel noch im nördlichen Bereich des Areals den Rakusai-Hanazono-Kindergarten).

Der Tempelname "Myoshin-ji" bedeutet "Tempel des erleuchteten Herzens", shin = Herz, -ji = Tempel. Sein formeller Name ist "Shobozan myoshin zendera (Shoubouzan myoushin zendera)", mit dem Sango (Bergname) "Shobo-zan" und der Definition "Zen-dera" = Zen-Kloster. Die Tradition des Bergnamens geht auf die Ursprünge der Glaubensrichtung in China zurück, wo die Zenklöster auf Bergen lagen und jedes Kloster daher mit dem Namen des Berges assoziiert war. Diese Praxis übernahm man, auch wenn die Tempel und Klöster am Fuß der Berge lagen, dann nahm man den Namen des dahinterliegenden oder in der Nähe liegenden Berges.

Nach dem Tod des Gründungsabtes 1360 wurde 1361 Juo Sohitsu (1296-1380) zum zweiten Abt des Myoshin-ji berufen, ein Schüler von Kanzan Egen, der nach seinem Tod die Titel Enkan Kokushi und Mimyo Daishi erhielt. Der Myoshin-ji ließ sich nicht von der Militärregierung der Muromachi-Zeit kontrollieren oder instrumentalisieren, weshalb 1399 sein Territorium von Shogun Ashikaga Yoshimitsu (1358-1408) konfisziert wurde. Der Tempel wurde umbenannt und als Ryou-un-ji (Ryuu-un-ji, Wolkendrachentempel) dem Nanzen-ji unterstellt. Der damalige sechste Abt, Setsudo Soboku, wurde im Seiren-in unter Hausarrest gestellt. Erst unter dem sechsten Shogun dieser Zeit, Ashikaga Yoshinori, bekam der Tempel 1432 seinen Grundbesitz zurückerstattet. Zenmeister Nippo Soshun (1368-1448) baute den Tempel wieder unter seinem alten Namen auf.

Im Onin-Krieg wurde der Myoshin-ji (1467-1477) mit seinen Subtempeln (darunter auch der berühmte Ryoan-ji) wie fast ganz Kyoto zerstört, aber anschließend vom 9. Abt, dem Zen-Meister Sekko-Soshin Zenji (1408-1486) wieder aufgebaut. Er wuchs rasch und nahm an Macht, Einfluß und Größe zu. Ein größerer Gebietszuwachs ergab sich 1509, als die Nonne Riteini vom nahen Ninna-ji Gelände kaufte und dem Myoshin-ji schenkte. Innerhalb von anderthalb Jahrhunderten hatte die Anlage das heutige Ausmaß erreicht. Um all die Subtempel und Zweigtempel verwalten zu können, wurde ein System von vier Zweigen eingeführt, die Ryosen-ha, Tokai-ha, Reiun-ha und Shotaku-ha hießen.

Während des Tokugawa-Shogunates wurde der Myoshin-ji ab 1615 genauso wie der ebenfalls riesige Tempelkomplex Daitoku-ji im Ji-in Hatto der Kontrolle der Regierung unterstellt. Das waren Regulierungsmaßnahmen, um die sehr reichen, einflußreichen und auch über militärische Kräfte verfügenden Tempel in ihrer Machtstellung einzuschränken und um deren Selbständigkeit und damit Unberechenbarkeit einzuschränken. Zu diesen Regulierungen gehörte auch, daß jeder Zweigtempel eindeutig einer Schule und einem Haupttempel zugeordnet sein mußte. Auch das Verhalten von Mönchen und Nonnen wurde im Detail vorgeschrieben. Im Jahre 1629 kam es zu Protesten der Mönche des Myoshin-ji und des Daitoku-ji gegen die Einschränkungen durch das Ji-in Hatto. Diesen Protest nennt man Shie jiken (Zwischenfall der Purpurroben). Eine Purpurrobe wurde vom Kaiser traditionell als besondere Auszeichnung an Mönche vergeben, doch auch das war verboten. Kaiser Go-Mizuno-o hatte trotz des Verbotes zwei solcher Roben verliehen, und die betreffenden Mönche hatten sie angenommen. Die beiden begünstigten Zen-Meister Tanden Shi-in und Takuan Soho (1573-1645, Abt des Daitoku-ji), wurden bestraft. Takuan Soho wurde von Tokugawa Hidetada in die Verbannung nach Nordjapan geschickt. 1632 konnte er aufgrund einer Amnestie heimkehren, und nach einem persönlichen Treffen zwischen Takuan Soho und Tokugawa Iemitsu wurde ersterer sogar als Abt eines eigens für ihn gegründeten Tempels nach Edo berufen.

Die Meiji-Zeit, in der zunächst mit dem Shinbutsu Bunri Rei buddhistische und shintoistische religiöse Stätten voneinander getrennt wurden und dann mit dem Haibutsu Kishaku der Buddhismus unterdrückt wurde, überstand der Myoshin-ji trotz aller Beeinträchtigungen durch Positionierung im Bereich der Ausbildung, Gründung eines Zen-Trainingszentrums und der Hannya Rin-Schule, aus der die Hanazono High School und die Hanazono Universität hervorgingen. Der Myoshin-ji ist heute ein Haupttempel der Rinzai-Schule des Zen-Buddhismus (Rinzai Myoshinji) und einer der wichtigsten, denn von den ca. 6000 Tempeln, die zum Rinzai-Buddhismus gezählt werden, gehören 3500 der Myoshin-ji-Unterschule, darunter auch der weltberühmte Ryoan-ji ganz in der Nähe. Damit hat er so viele Tempel wie die anderen 13 Richtungen des Rinzai-Buddhismus zusammen. Der Myoshin-ji besitzt mit dem Hanazono Kaikan ein eigenes Hotel, das die offizielle Tempelgästeunterkunft (Shukubo) ist. Das moderne, sechsstöckige Gebäude ist im Südosteck des Areals zu finden. Auch in einigen Subtempeln kann man übernachten, das sind der Shunko-in (englischkundig), der Daishin-in (nur japanisch) und der Torin-in (nur japanisch).Übernachtung in den Gästehäusern der Subtempel geschieht im allgemeinen in Zusammenhang mit Zen-Kursen.


Struktur der Anlage und Beschreibung
Zunächst ein Überblick über den riesigen Komplex mit hohem Verlauf-Potential: Ganz grob gesagt bildet der Tempelkomplex ein Stadtviertel für sich, zwischen Ishijo Dori im Norden und Myoshinji-dori im Süden, in dieser Richtung 530 m messend. Die westliche und östliche Begrenzung bilden zwei Bachläufe, weswegen das Areal leicht parallelogrammförmig verschoben wirkt. In West-Ost-Richtung beträgt die Ausdehnung 250 m entlang der Myoshinji-dori, ebenso entlang der Ishijo Dori, in der Mitte an der breitesten Stelle aber 480 m Breite.

Von den Tempeln in der Stadt Kyoto ist der Myoshin-ji derjenige, in dem man seine Vorbilder aus China am ehesten wiederfinden kann, in der strengen Axialität, in der Symmetrie, in der Nord-Süd-Ausrichtung. In der Mitte liegt die zentrale Struktur des Haupttempels. Von Süden nach Norden reihen sich die wichtigsten und größten Strukturen, Tore, Hallen und Wohnquartiere, insgesamt werden so 290 m in Süd-Nord-Richtung entlang der zentralen Achse vom Haupttempel eingenommen, bei ca. 60-70 m Breite der die Gebäude umgebenden Freifläche. Zu beiden Seiten der Hauptgebäude verläuft ein durchgehender Fußweg. An der Myoshinji-dori im Süden liegen nebeneinander zwei Tore, zu denen jeweils eine kleine, den Bach überquerende Brücke führt. Das linke, größere, prächtigere und mit der Mauer etwas einspringende Tor ist das in der frühen Edo-Zeit im Jahre 1610 erbaute Chokushi-mon, das Tor für die kaiserlichen Gesandten, welches als wichtiges Kulturgut eingestuft ist. Es ist für den Besucher verschlossen, der statt dessen rechts daneben das in der frühen Edo-Zeit im Jahre 1610 erbaute Minami So-mon nimmt, ebenfalls ein wichtiges Kulturgut. Hinter dem Chokushi-mon liegt der Hojo-ike, der quadratisch gemauerte, 22 m breite und 20 m lange Teich, der mittig vom Hauptweg über eine zwischen zwei Podesten in flachem Bogen gespannte Steinbrücke überquert wird, mit dem Eingangsgarten (historische Stätte besonderer landschaftlicher Schönheit). Das Minami So-mon führt den Besucher auf den rechten Fußweg, der an den Hauptgebäuden vorbei geradewegs bis zum Tor in der Mauer des Hojo-Gartens führt. Der Grundriß zeigt deutlich die beiden parallelen Achsen: Die 210 m lange Haupt- und Symmetrieachse führt vom Chokushi-mon mittig durch alle Großbauten hindurch; die zweite Achse führt an diesen vorbei vom Minami So-mon geradewegs auf das Kara-mon zu, eine eigene Achse, auch wenn die beiden Bezugspunkte 200 m voneinander entfernt sind. Auch der hinter der Mauer liegende O-Hojo selbst liegt genau in dieser zweiten Achse, damit ist die gesamte Achse sogar länger als die Hauptachse. Der erste Weg ist der "zeremonielle", der zweite Weg der "praktische".

Ca. 64 m hinter dem Chokushi-mon befindet sich das in der Azuchi-Momoyama-Zeit im Jahre 1599 erbaute San-mon mit zinnoberrot gestrichenen Holzelementen (als einziges im Rokaku-Stil erbautes Gebäude dieses Tempels), ein wichtiges Kulturgut. Es ist ein zweigeschossiges Tor von 5 Interkolumnien Breite, wovon die mittleren drei als Durchgänge gestaltet sind. Die mittlere Öffnung ist breiter als die 2x 2 seitlichen Säulenabstände. Zu beiden Seiten befindet sich ein einstöckiger Zugang zur steilen Holztreppe, die ins Obergeschoß führt. Dort ist eine Statue des Kannon Bosatsu aufgestellt, weiterhin Statuen von 16 Rakan (Arhat). Normalerweise ist das innen von Kano Genzaemon bunt ausgemalte Obergeschoß nicht zu besichtigen. Mit Seitenaufgängen ist das Tor 30 m breit und 16 m tief Hinter dem Tor kommen vier symmetrisch angelegte Beete, jedes für eine große Kiefer vorgesehen. Zusammen sollen diese vier Kiefern die vier Unterschulen der Myoshin-Schule des Rinzai-Buddhismus symbolisieren.

Nach 32 m Distanz erreicht man die Buddha-Halle (Butsuden, wichtiges Kulturgut), ein zweistöckiges Gebäude mit Irimoya-Dach und Katomado-Fenstern. Das Gebäude mißt ca. 22 m im Quadrat. Die Endpunkte der Rippen sind mit Onigawara verziert, Ziegel mit einer Maske eines Oni (Dämon, Geist). Diese Halle wurde in der Azuchi-Momoyama-Zeit im Jahr 1583 erbaut. Hier wird das Hauptkultbild des Tempels aufbewahrt und verehrt, eine Figur des Shaka Nyorai (Buddha Shakyamuni, historischer Buddha), flankiert von Kasho und Ananda. Deshalb trägt das am Büro des O-Hojo erhältliche Goshuin des Tempels auch die Worte "Shaka Nyorai". Die Buddha-Statue wurde 1827 geschaffen.

Ein gedeckter Korridor (Ro, Rou) verbindet den Butsuden nordwärts mit dem ebenfalls zweistöckigen, aber noch größer dimensionierten Hatto (Dharma-Halle, Lesehalle, wichtiges Kulturgut). Diese ca. 26 x 32 m messende Halle stammt aus der Edo-Zeit und wurde 1656 erbaut. Die Decke der Halle trägt eine kreisförmige Drachenmalerei (Unryu-zu, un = Wolke, Ryuu = Drache, zu = Darstellung) mit 12,5 m Durchmesser, gemalt von Kano Tanyu (1602-1674) innerhalb von acht Jahren, wovon allein drei Jahre für die Planung und Optimierung des Konzeptes draufgingen. Das rechte Auge des Drachens befindet sich genau im Mittelpunkt des Rundgemäldes, was zu dem Effekt führt, daß man es in jedem Winkel des Raumes auf sich gerichtet fühlt. Das nennt man "Happonirami no Ryuu", der in acht Richtungen schauende Drache. Das Innere der Halle kann man nur im Rahmen einer geführten Tour besichtigen.

Der gedeckte Korridor (Ro, Rou) entlang der Hauptachse setzt sich weiter nach Norden fort, wo er auf den Shin-do (wichtiges Kulturgut) trifft. Der Korridor ist aus Holz auf einer steinernen Plattform erbaut worden, mit einer Aussparung für den hinter dem Hatto verlaufenden Fußweg, der innerhalb des Galerieganges mit einer hölzernen Brücke in flachem Bogen überspannt wird.

Der Shin-do ist eine kleine Halle mit Irimoya-Dach, an der der Verbindungskorridor zum Hatto endet. Er diente als Eingangs-, Warte- und Empfangsbereich und wurde in der Edo-Zeit im Jahre 1656 errichtet. Hier beginnt der innere Bereich des Tempels, zugleich jener Bereich, der museal und eintrittspflichtig ist. Jetzt beginnt sich die bislang so strenge Axialität aufzulösen, denn der größte Teil der Gebäude mit vielen Hallen, Korridoren und Innenhöfen liegt rechterhand ostwärts. In der Mittelachse steht noch der Kuri (Küchengebäude, wichtiges Kulturgut), aber auch nicht mehr exakt ausgerichtet. Der Kuri war nicht nur Küche, sondern auch persönlicher Lebensbereich der Mönche. Das Gebäude stammt aus der Edo-Zeit und wurde 1653 errichtet. Der Weg vom Minami So-mon führt geradewegs auf ein Tor in der Umfassungsmauer des O-Hojo-Gartens zu, das vom Typ eines Kara-mon ist und ebenfalls als Chokushi-mon angesprochen wird, Tor für die kaiserlichen Gesandten.

Östlich des Verbindungskorridors befindet sich der Genkan (wichtiges Kulturgut) in der Umfassungsmauer des O-Hojo. Der als Eingang zum Hojo dienende Genkan ist Edo-zeitlich und wurde 1654 erbaut. Durch zwei Korridore wird der Edo-zeitliche, 1654 erbaute O-Hojo (Dai-Hojo) nach Osten an den aus demselben Jahr stammenden kleinen Hojo (Ko-Hojo, Sho-Hojo) angebunden. Der Ko-Hojo ist nicht Teil der Besichtigung. Die beiden Gärten von O-Hojo und Ko-Hojo sind beide als historische Stätte und Ort von besonderer landschaftlicher Schönheit klassifiziert, der O-Hojo und der Ko-Hojo jeweils als wichtiges Kulturgut. Den O-Hojo verbindet eine abknickende Oroka mit dem Kuri. Weiter im Nordosten liegt die Showa-zeitliche, 1981 erbaute Halle Mimyo-den, in der buddhistische Gedächtnisfeiern abgehalten werden.

Im Westen der Hauptachse steht schräglinks vor dem Butsuden der Edo-zeitliche, 1696 errichtete Glockenturm (Shoro), dem klassischen Tempelgrundriß-Schema entsprechend. Die Ojikicho genannte Glocke ist wesentlich älter: Sie trägt inschriftlich die Datierung auf das Jahr 698 und ist damit die älteste Tempelglocke Japans mit gegebenem Herstellungsjahr. Deshalb ist sie berechtigterweise als Nationalschatz eingestuft. Wegen eines Schadens wird die originale Glocke heute im Hatto aufbewahrt, während draußen im Glockenturm ein neuerer Guß hängt. Ein zweiter Glockenturm steht vor dem Kuri-Eingang links vom Weg; der gehört aber zum angrenzenden Subtempel Shotaku-in, wie auch einige andere Subtempel ihren eigenen Glockenturm haben, z. B. auch der Gyokuho-in. Ein dritter Glockenturm steht auf der rechten Seite neben dem Toilettenbau zwischen Badehaus und Sutren-Bibliothek.

Im Osten der Hauptachse liegen wichtige Zusatzgebäude wie das Badehaus (Yokushitsu, Edo-zeitlich, 1656 erbaut, wichtiges Kulturgut, innen mit Dampfbad aus Zypressenholz) und der Sutrenspeicher (Kyozo, Edo-Zeitlich, 1674 erbaut, wichtiges Kulturgut). Letzterer ist innen mit einem Rinzo ausgestattet, einem um eine vertikale Achse drehbaren Regal. Das Badehaus wird auch Akechi-buro (Akechi-Bad) genannt, in Erinnerung an Akechi Mitsuhide, General unter Oda Nobunaga und Verräter an seinem Dienstherrn. Kurz vor dem Fall des Verräters schaute er am dreizehnten Tag seiner "Herrschaft" im Myoshin-ji vorbei, wo ein Onkel mütterlicherseits Mönch war. Wenn, dann muß er aber in einem 1587 errichteten Vorgängerbau sein Dampfbad genommen haben. Zwei Tage später war es vorbei, denn er wurde in der Schlacht von Yamazaki besiegt und anschließend getötet. Das Edo-zeitliche Badehaus war bis 1927 noch in Benutzung. Es wird im Rahmen einer geführten Tour innen gezeigt.

Nördlich setzt sich die Hauptachse als Weg bis zum Nordtor fort. Die gesamte nördliche Hälfte des Areals sowie die Flächen beiderseits des Haupttempels werden von den Subtempeln eingenommen. Mehrere kleine Sträßchen ziehen sich durch diesen Bereich und bilden ein unregelmäßiges Raster, wobei die meisten Wege sich an den Hauptrichtungen orientieren. Der wichtigste Weg ist der in Süd-Nord-Richtung in Fortsetzung der Hauptachse zum Nordtor, dem in der frühen Edo-Zeit im Jahre 1610 erbauten Kita So-mon (wichtiges Kulturgut). Es lohnt, einfach in jeden Nebenweg einmal hineinzuschauen und nach offenen Vordertoren zu spähen. Dabei sollte man aber einen gewissen Überblick über die Himmelsrichtungen behalten; die meisten Wege knicken eh rechtwinklig ab.


Subtempel
Etliche Substrukturen umgeben die Haupttempelanlage, insgesamt 46. Damit ist der Myoshin-ji nicht nur das größte Zen-Kloster Japans, sondern auch das mit den meisten noch existierenden Subtempeln. Zudem befinden sich nicht alle Subtempel innerhalb des Areals, sondern manche sind auch außerhalb. Um bei den Subtempeln (Tatchu) den Überblick zu behalten, teilen wir das Areal in vier Quadranten ein, mit der Süd-Nord-Hauptachse einerseits und der Mittelquerstraße am Ende des Haupttempels andererseits als Trennlinien.


Subtempel im Südwesten
Im Südwestquadranten folgen entlang der Hauptachse von Süden nach Norden der Jiun-in, der Taizo-in, der Tenju-in, der Shotaku-in und der Reiun-in, womit die nach Westen führende Querstraße erreicht wäre. Die zweite Reihe bildet der Tsugen-in (westlich des Reiun-in), in dritter Reihe folgt jenseits der kleinen Nord-Süd-Richtung verlaufenden Straße der Gyokuryu-in.


Subtempel Taizo-in
Davon kann man den Taizo-in besichtigen; mit regelmäßigen täglichen Öffnungszeiten, in jedem Fall ein sehr lohnender Subtempel. Er wurde in der Muromachi-Zeit im Jahre 1404 von Hatano Shigemichi gegründet, einem Militärführer der Provinz Echigo. Damit ist er der älteste Subtempel des ganzen Myoshin-ji-Komplexes. An der Gründung wirkte Muin Soin mit, damals Abt des Myoshin-ji. Die Originalgebäude verbrannten im Onin-Krieg (1467-1477) und wurden danach wieder aufgebaut. Zunächst betritt man den Tempel durch das Edo-zeitliche, einstöckige San-mon (ja, es ist wirklich eines, zwar klein, aber echt!) vom Typ Yakui-mon (alternativer Name: Oyashiki-mon). Es besteht aus zwei zentralen Säulen in Linie mit der Mauer und zwei zusätzlich stützenden, sekundären Säulen davor und ist ein sogenanntes zweibeiniges Tor. Neben dem quadratischen Mitteldurchgang befinden sich seitlich noch zwei schmale, hochrechteckige Durchlässe. Das Tor sticht mit seiner Konstruktion heraus, denn dieser Tortyp ist eher typisch für private Residenzen wohlhabender Bürger und Adeliger.

Der Eingangsbereich hinter dem San-mon ist sehr schmal; man gelangt erst zum Kuri (Küchenbau), daneben geht es um die Ecke und dann durch den Edo-zeitlichen, von der Familie Hikita gespendeten O-Genkan (auch: Dai-Genkan oder Hakamagoshi no Dai-Genkan, wichtiges Kulturgut, mit der Besonderheit eines eckig geformten Karahafu) als Eingangsbauwerk zum Momoyama-zeitlichen, im Jahre 1597 erbauten Hojo (wichtiges Kulturgut). Die Längsseite im Süden des Hojo ist zweigeteilt und gestalterisch unspektakulär: Vor dem Gebäude ist eine Kiesschüttung, der andere Bereich bis zu den hohen Bäumen ist eine Moosfläche mit einzelnen Solitärbäumen. Gestalterisch spannend wird es erst, wenn man weiter hinten um die Ecke schaut, s. u. Im Innern des Hojo befinden sich Fusuma (Schiebewände), die von Kano Ryokei bemalt wurden, einem Schüler von Kano Motonobu, und zu den feinsten Malereien dieser Art gehören. Im Innern wird eine Figur des Tempelgründers Muin Soin verehrt. Der anschließende Shoin (Arbeits- und Empfangsraum des Abts) ist normalerweise nicht zu besichtigen.

Westlich des Hojo liegt der Motonobu-Garten (Motonobu-no-niwa, historische Stätte von besonderer landschaftlicher Schönheit) im Karesansui-Stil. Der Anblick dieses hochverfeinerten Arrangements korrigiert den ersten Eindruck, den man auf der Südseite des Hojo bekommen hat, gewaltig nach oben. Seinen Namen trägt der dreidimensional gestaltete, kleine, aber perfekte Zen-Garten nach einem Maler der Kano-Schule, Kano Motonobu (1476-1559, Sohn von Kano Masanobu), der in der Muromachi-Zeit lebte und im hohen Alter den Garten des Taizo-in gestaltet haben soll. Er wird von Kiefern und Kamelien und anderen immergrünen Pflanzen geprägt und zeigt geringen jahreszeitlichen Wechsel im Erscheinungsbild. Mit Felsen und Kies werden ein Wasserfall (Karetaki, trockener Wasserfall aus Felsen) und die mythische Insel der Unsterblichen, Horai, aus der chinesischen Mythologie nachgestellt. Hier befindet sich auch ein Tsukubai (Wasserbecken), in einen großen Felsblock gehauen, gegen den die notwendigen Elemente Bambusstab und Schöpfkelle zierlich und verletzlich wirken. Ursprünglich waren der ferne Berg Narabigaoka Teil des Prinzips der geborgten Landschaft (Shakkei).

Nun geht es in den großen Garten: Nach einem Mauerdurchlaß, hinter dem man auf eine gewaltige, 50 Jahre alte  Kirsche (Benishidare Sakura) stößt, ist der Gartenbereich erstaunlich weitläufig und vielseitig. Im Süden der Gebäude liegen rechts und links des Durchgangs die Gärten In-no-niwa (Negativ-Garten, dunkler Felsengarten, dunkelgrauer geharkter Kies mit Steinsetzungen in Moosbeeten, im Schatten besagten Kirschbaumes) und Yo-no-niwa (You-no-niwa, Positiv-Garten, heller Felsengarten, geharkter weißer Kies mit Moosfeldern und Steinsetzungen). Beide zusammen werden auch als Inyo-no-niwa bezeichnet und stehen für das Prinzip des Dualismus, für Yin (dunkel) und Yang (hell). Insgesamt gibt es 15 Felsen, 8 im dunklen Teil und 7 im hellen Teil.

Im Südwesten liegt der Yoko-en-Garten (Yokou-en, "Garten der bleibenden Düfte") mit dem Teich Hyoutan-ike. Der Yoko-en-Garten entstand in der Showa-Zeit und ist vom Chisen-Kaiyu-Typ (Teich mit Koi-Karpfen, Quelle, Pfad außenherum, Wandelgarten). Günstig wirkt sich die die leichte Steigung des Geländes aus, die eine Höhenstaffelung erlaubt, die besonders wirkungsvoll vom Südwestende aus betrachtet werden kann. Der Garten wurde vom Landschaftsgärtner Nakane Kinsaku (1917-1995) in den Jahren 1963-1969 angelegt. Hier gibt es einen sechseckigen Pavillon. Eine Besonderheit im Garten ist eine Höhlung mit einer Wasserharfe (Suikinkutsu), östlich des kleinen Souvenir-Verkaufsraumes zu finden. Der kleine Wasserfall in der Höhlung trägt diesen Namen wegen der Lautähnlichkeit seiner Geräusche mit dem traditionellen japanischen Musikinstrument, Koto (Wölbbrett-Zither). Das Geräusch wird dadurch erzeugt, daß unter dem steinernen Becken (Tsukubai) ein leerer Tontopf als Klangkörper vergraben wurde. Wasser dringt von oben ein und tropft mit entsprechender akustischer Verstärkung auf die kleine Pfütze im Innern des Tontopfes. Insgesamt ist das ein schönes Beispiel für das ästhetische Konzept des Wabi-sabi, die Freude am Understatement einfacher und doch eleganter Dinge. Weil dieser Garten so prägend und einer der schönsten Showa-zeitlichen Anlagen ist, lautet auch der handgeschriebene Name (Sumigaki) auf dem Goshuin "Yoko-en-Garten".

Ganz im Westen liegt das traditionelle Gasthaus Daikyu-an, ein Café, in dem auf Wunsch Grüner Tee serviert wird. Nördlich des Hojo befindet sich der private Teeraum Kakoi-no-seki. Es wird als geheimes Teehaus bezeichnet, denn es gab eine Zeit, in der Tee im Myoshin-ji verboten war, weil es die Mönche zu sehr ablenken würde. Ein Mönch namens Senzan wollte dennoch nicht davon lassen und baute sich dieses geheime Teehaus, das heute für Gruppen-Teezeremonien genutzt wird. Von außen sieht man diesem geschickt konzipierten Gebäude seine wahre Bestimmung nicht an.

In diesem Subtempel wird eine Tuschemalerei (Suiboku) namens Hyonen-zu gezeigt (Nationalschatz); es ist eine Kopie, denn das Original befindet sich im Nationalmuseum von Kyoto. Dargestellt wird auf der von Josetsu (1405-1496) bemalten Hängerolle das Fangen eines Welses mit einer Kürbisflasche (Shihon bokuga tansai hyonen-zu), ein unlösbares Zen-Rätsel. Obendrüber haben sich 31 gelehrte Mönchen aus verschiedenen Tempeln Kyotos, darunter Daigaku Shuso (1345-1423), jeweils mit einem Spruch verewigt. Das Motiv mit dem Wels und dem Kürbis ist auch an einem Dachziegel an einer Gebäudeecke zu sehen. Der Subtempel bietet Zen-Aktivitäten für reservierte private Gruppen an, Zazen-Meditation, Teezeremonie und Blumen-Arrangement.


Subtempel im Südosten
Im Südostquadranten folgen entlang der Hauptachse von Süden nach Norden der Ryusen-an, der hinter dem zum Haupttempel gehörenden Einzelgebäude Yokushitsu noch weitergeht, dann kommt der Kobai-in (Koubai-in), jenseits einer kleinen Querstraße der Tokai-an, dann folgen Gebäude des Haupttempels. In zweiter Reihe weiter im Osten steht der Choko-in, östlich des Hasu-ike (Lotus-Teich mit einem Schatzhaus auf dem jenseitigen Ufer, das über einen Zickzack-Weg über eine zwischen zwei Steinpodesten gespannte Brücke erreicht wird) steht der Yogen-in. Nördlich der kleinen Querstraße folgen von Süden nach Norden aufeinander der Gyokuho-in, der Daishin-in und schließlich der Zoge-in bzw. Zatsuke-in oder Zakka-in, dahinter in zweiter Reihe der Fukuju-in und der Nyoze-in. Ein breites Band an Grabstellen und Friedhöfen grenzt diesen Bereich von dem Nordostquadranten ab; es gibt hier keine Querstraße zum östlichen Ende wie in der Westhälfte. Durch Grünanlagen deutlich abgesetzt stehen ganz im Osten in dritter Reihe die Halle Nehando in Ecklage und der Subtempel Torin-in am Ende der Sackgasse. Jenseits fließt der Bach.


Subtempel Gyokuho-in
Der Gyokuho-in wird auf der Südseite durch das Tor Shikyaku-mon (wichtiges Kulturgut) in der straßenseitigen Mauer erschlossen. Rechterhand liegt die Muromachi-zeitliche, 1537 vom Tofuku-ji hierher versetzte Gründerhalle Gyokuho-in Kaisan-do (wichtiges Kulturgut) mit dem Tor Kara-mon (wichtiges Kulturgut) in der südlichen, straßenseitigen Mauer. Die nicht dem Publikumsverkehr zur Verfügung stehende Gründerhalle ist das älteste Gebäude des ganzen Myoshin-ji-Tempels. Das Kara-mon entstand in der Muromachi-Zeit im Jahre 1409 und war ein Geschenk des Kaisers Go-Komatsu (1377-1433, regierte 1392-1412) an den Tempel.


Subtempel Daishin-in
Der Subtempel Daishin-in kann besichtigt werden und besitzt regelmäßige Öffnungszeiten. Der Name setzt sich zusammen aus Dai = groß, shin = Herz und -in = Subtempel, als Subtempel des großen Herzens. Er wurde 1479/1492 von der Familie Hosokawa gegründet. Der Garten ist frappierend einfach und besteht aus parallelen Zonen verschiedenen Bodenbelags, Fliesen, dunkle Steine, gerade geharkter weißer Kies, zweireihiger Plattenweg, bogenförmig geharkter weißer Kies, dann kommt eine Moosfläche mit Bäumen. Weiter hinten ist vor dem Shukubo (Tempelunterkunft) ein anspruchsvoller gestalteter Gartenbereich mit Felseninseln in einem Strom von weißem Kies und kugelig geschnittenen Bäumen und Büschen. Der in der Showa-Zeit in den 1950er Jahren von Kinsaku Nakane angelegte Garten ist reich an Päonien. Hier kann man im Tempel übernachten.


Subtempel Torin-in
Den Torin-in kann man im Rahmen von Sonderöffnungszeiten besichtigen, meist im Frühjahr und Herbst. Im Juni oder Juli öffnet er seine Pforten, damit man die Sommerkamelie (Sarasoju oder Natau-tsubaki) bewundern kann, deren weiße Blüten nur einen Tag lang halten und dann schon welken und abfallen. Es handelt sich um eine Pseudokamelie, Stewartia pseudocamellia, aus der Familie der Theaceae. Auch anläßlich bestimmter jahreszeitlicher Feste kann man den Tempel betreten, so z. B. im Januar zu Azuki Kayu oder zum Laternenfest im Mai und im Oktober.


Subtempel im Nordwesten
Im Nordwestquadranten folgen von Süden nach Norden entlang des Hauptweges nacheinander der Shunko-in, nach einer kleinen Seitenstraße der Kingyu-in und dahinter der Jusho-in (Jusyo-in); ganz im Norden liegt der Tenkyu-in. In zweiter Reihe folgen weiter im Westen von Süden nach Norden der Dairyu-in, der Tokuun-in und der Tensho-in; nach Norden wird die Ausdehnung durch eine Wohngebiet gestoppt. In dritter Reihe steht schließlich noch der Daiho-in ganz im Westen dieses Quadranten.


Subtempel Shunko-in
Der Shunko-in ("Subtempel des Frühlings-Lichtstrahls") wurde in der Azuchi-Momoyama-Zeit im Jahre 1590 von Horio Yoshiharu (1542-1611, auch: Horio Mosuke) gegründet, einem Daimyo der Feudalzeit und Ratgeber von Toyotomi Hideyoshi sowie, nach dessen Tod, späteren Verbündeten von Tokugawa Ieyasu. Er gründete den Tempel zur Erinnerung an seinen ältesten Sohn, der im Kampf gefallen war. Vor dem Hojo befindet sich der Sazareishi-Garten, der gestalterische Bezüge zum Schrein von Ise aufweist. Das geht auf Ishikawa Noriyuki zurück, der im 17. Jh. lebte und eine Kombination aus Shintoismus und Buddhismus pflegte. Im Inneren gibt es Fusuma mit Malereien von Kano Eigaku (1790-1867). Ein bemerkenswertes Objekt in diesem Subtempel ist die älteste christliche Kirchenglocke Japans. Unter Kozan Kawakami wurde der Subtempel zu einem wichtigen Ort für moderne Interpretationen des Buddhismus. Der Tempel ist heute sehr aktiver Veranstalter von Kursen in Zen und Meditation, auch und vor allem in englischer Sprache, unter der Leitung von Takafumi Kawakami, der an der Arizona State University religiöse Studien studiert hat. 2013 wurde ein neues Gästehaus (Tetsuryu-Kutsu) eröffnet. Deshalb ist es auch kein Museumstempel, sondern ein aktiver Ort engagierter Mönche, den man nur Übernachtungsgast, als Teilnehmer entsprechender Kurse oder Tempel-Touren besuchen kann. Wer den Subtempel besichtigen möchte, meldet sich am besten zur Morgenmeditation mit anschließender Zen-Lektion und Tempelführung in englischer Sprache an. Eine Besonderheit gibt es in diesem Tempel, selten im konformen Japan: Man positioniert sich hier aktiv für die Rechte von Schwulen und Lesben und führt gleichgeschlechtliche Hochzeitszeremonien durch.


Subtempel Daiho-in
Den Daiho-in kann man im Rahmen von Sonderöffnungszeiten besichtigen, meist im Frühjahr und Herbst. Er besitzt einen sehr schönen Teegarten.


Subtempel im Nordosten
Zurück zum Hauptweg nach Norden: Im nordöstlichen und letzten Quadranten begrenzen den Hauptweg von Süden nach Norden der Daitsu-in, der Rinsho-in, der Chisho-in und der neben dem Nordtor gelegene Rinka-in. In zweiter Reihe weiter im Osten befinden sich im Süden der Gruppe der Kaifuku-in, im Osten daneben der Yotoku-in und der Daio-in bzw. Daiyu-in. Weiter nördlich stehen der Hanto-in im Westen und der Keishun-in im Osten, getrennt durch eine Baustelle. Die nördliche Reihe bilden der Kokoku-in im Westen, der Unsho-in in der Mitte und der Chokei-in im Osten. Östlich von Chokei-in und Keishun-in befinden sich moderne Schulbauten (Mittelstufe und Oberstufe).


Subtempel Yotoku-in
Der bis auf unregelmäßige Sonderöffnungstage normalerweise für den Publikumsverkehr geschlossene Subtempel Yotoku-in wurde in der Azuchi-Momoyama-Zeit im Jahr 1583 von Ishikawa Mitsushige gegründet. Bei der Gründung wirkte Kotaku Sokun mit, der damalige Abt des Myoshin-ji. Der Enkel des Gründers sollte später den Daio-in gründen. Beide sind Familientempel des Ishikaga-Clans. Der Tempel hat sein Ote-mon im Norden des in der späten Edo-Zeit im Jahre 1859 erneuerten Hondo. Eine Kostbarkeit dieses Subtempels ist eine in Chinesisch beschriebene Hängerolle aus der Momoyama-Zeit, die von Ranshuku Genshu beschrieben wurde. Weiterhin gibt es eine Momoyama-zeitliche Malerei mit einem Falken (Taka-no-zu) von Chokuan Soga. Als Hauptbild wird ein Buddha Shakyamuni verehrt; deshalb lautet der handgeschriebene Text auf den Goshguin auch "Shakyamuni Butsu". Im Osten befindet sich ein Karesansui-Garten mit einer dreizehnstöckigen Zierpagode aus Stein (solche Pagoden haben gerne ungerade Zahlen, weil das als glückverheißender galt). Im Süden gelangt man zu einer Begräbnisstätte der Familie Ishikawa.


Subtempel Daio-in
Der zu Anfang der Edo-Zeit im Jahre 1603 von Ishikawa Mitsutada gegründete Daio-in (Daiou-in, Daiyu-in) ist manchmal an bestimmten Tagen geöffnet, nicht regelmäßig, sondern willkürlich. Am sichersten ist es, sich zu einer der regelmäßig am 1. und 3. Samstag jeden Monats stattfindenden Zen-Meditation anzumelden. Er wird durch das Omote-mon (aus dem Jahre 1603, ältestes Gebäude des Subtempels) an seiner Nordseite betreten. Erst kommt man zum Kuri, dann zum Kyaku-den (vorderes Gebäude) und zum Shoin (dahinter). Die beiden letztgenannten Gebäude wurden 1726 erneuert. Das hier verehrte Hauptbild ist ein Buddha Shakyamuni; deshalb steht auf den Goshuin des Tempels auch "Shakyamuni butsu". Im Innern befinden sich Fusuma mit Gemälden von Shibata Zeshin (1807-1891), die 1873 auf der Weltausstellung in Wien gezeigt wurden und eine Auszeichnung erhalten haben. Weiterhin gibt es hier Fusuma mit einem Landschafts-Gemälde von Toki Zaimi. Ein sehenswerter Karesansui-Garten mit zwei Sorten (Farben) Moos und drei verschiedenartigen Steinlaternen befindet sich im Süden des Kyakuden. Dazu gibt es noch einen weiteren Garten vom Typ Chisen-Kaiyu-Garten, mit Teich, Quelle und Pfad außenherum. Noch ein Wort zum Gründer, Ishikawa Mitsutada, den Sohn von Ishikawa Mitsumoto und dessen Frau, Okame-no-kata: Die Ishikawa-Familie herrschte eigentlich in der Provinz Mino. Als sein Vater früh starb, übernahm der erst 9 Jahre alte Sohn das Fürstentum und errichtete den Daio-in, damit dort für die Seele des Vaters gebetet wird. Seine Mutter hingegen wurde die Nebenfrau von Tokugawa Ieyasu.


Subtempel Keishun-in
Der Subtempel Keishun-in besitzt regelmäßige Öffnungszeiten. Er wurde zunächst unter dem Namen Kensho-in von Oda Hidenori in der Azuchi-Momoyama-Zeit im Jahre 1598 gegründet, einem Enkel des berühmten Oda Nobunaga. An der Gründung wirkte Suian Sokiku mit, damals Abt des Myoshin-ji. Nach dem Tod des Gründers übernahm die Ishikawa-Familie den Subtempel. Ishikawa Sadamasa revitalisierte zusammen mit dem Priester Keinan Shusen den Tempel und erneuerte in der Edo-Zeit im Jahre 1632 die Gebäude, um eine Gedächtniszeremonie für seinen 50 Jahre zuvor verstorbenen Vater dort abzuhalten. Den neuen Namen bekam der Subtempel nach den postumen (buddhistischen) Namen der Eltern des Neu-Gründers, aus "Tensenshukei Daizenjomon" für den Vater und "Shoinmyoshun Daishi" für die Mutter und der Silbe für den Subtempel-Status wurde "Kei-shun-in". Man betritt den Tatchi durch das Omote-mon und gelangt zunächst zum Kuri, dahinter zum aus dem Jahr 1631 stammenden Hojo. Die Fusuma im Hojo sind Edo-zeitlich und wurden von Kano Sansetsu bemalt. Im Innern wird ein Yakushi Nyorai verehrt; das Goshuin trägt entsprechend den Schriftzug (Sumigaki) "Yakushi Nyorai". Auf dem Gelände befindet sich mit dem Kihaku-an ein Teehaus, das ursprünglich aus der Burg von Nagahama stammt und im Jahre 1631 hierher versetzt wurde. Man sagt, daß dieses Teehaus besonders vom Teemeister Fujimura Yoken geschätzt wurde. Eine Besonderheit dieses Subtempels sind insgesamt vier verschiedene, in der Edo-Zeit angelegte Gärten, die als historische Stätte von besonderer landschaftlicher Schönheit gelten. Im "Hof" zwischen Hojo und Shoin befindet sich der Shojo-no-niwa. Die anderen drei Gärten heißen Wabi-no-niwa, Shii-no-niwa und Shinnyo-no-niwa (Tathata-Garten).


Subtempel außerhalb
Dazu gibt es noch Subtempel außerhalb des Hauptareals, z. B. der Ryoan-ji weiter im Norden; er ist regelmäßig zu besichtigen und eine der Haupttouristenattraktionen der Stadt. Den außerhalb im Südosten auf der anderen Seite der Straße Myoshinji-dori gegenüber dem Hanazono Kaikan gelegenen Esho-in kann man manchmal im Rahmen von willkürlichen Sonderöffnungszeiten besichtigen.


Nationalschätze und wichtige Kulturgüter
Zu den Nationalschätzen Japans gehört die Tempelglocke des Myoshin-ji, die auf das Jahr 698 datiert ist und wegen eines Schadens heute im Hatto aufbewahrt wird. Dazu kommen noch einzelne Kunstwerke, von denen Kopien ausgestellt sind. Von den Gebäuden wird keines zu den Nationalschätzen gezählt, dafür sind aber sehr viele Bauwerke als wichtige Kulturgüter eingestuft, das sind im einzelnen die Tore Minami So-mon, Chokushi-mon, Kita So-mon und San-mon, die Tempelhauptgebäude Butsu-den, Hatto, Kuri, Kyozo, Yokushitsu, Shin-do, Genkan, O-Hojo und Ko-Hojo. Weiter geht es beim Subtempel Gyokuho-in, bei dem der Kaizan-do und die beiden Tore Shikyaku-mon und Kara-mon dazu gerechnet werden. Im Subtempel Taizo-in gelten O-Genkan und Hojo als wichtiges Kulturgut.

Und als historische Stätte von besonderer landschaftlicher Schönheit sind mehrere Gärten klassifiziert, im Haupttempelbereich der Hojo-ike und die Gärten sowohl des O-Hojo als auch des Ko-Hojo, im Bereich des Subtempels Keishun-in dessen vier verschiedene Gärten und im Taizo-in der Motonobu-Garten.


Alter der Gebäude
Aus der Muromachi-Zeit stammen das Kara-mon des Subtempels Gyokuho-in und dessen Kaisan-do (ältestes Gebäude des ganzen Myoshin-ji-Tempel-Komplexes. Aus der Azuchi-Momoyama-Zeit stammen das San-mon und der Butsuden des Haupttempels und der Hojo des Subtempels Taizo-in sowie das Omote-mon des Subtempels Daio-in. Die meisten Gebäude stammen jedoch aus der Edo-Zeit, darunter die drei äußeren Tore Chokushi-mon, Minami So-mon und Kita So-mon, die Halle Hatto (Dharma-Halle), der Shin-do, der Genkan, der Küchenbau Kuri, der Ko-Hojo und der O-Hojo samt zuführender baulicher Einrichtungen, der Shoro (der südwestliche von den dreien), das Badehaus Yokushitsu, die Sutrenbibliothek Kyozo, und das San-mon des Subtempels Taizo-in sowie dessen O-Genkan. Weiterhin stammen aus der Edo-Zeit die Haupthalle Hondo des Subtempels Yotoku-in, der Kyaku-den und der Shoin des Subtempels Daio-in und der Hojo des Subtempels Keishun-in und viele andere Bauten mehr. Aus der Neuzeit stammt der Showa-zeitliche Bau Mimyo-den.

Abb.: Alter wichtiger Gebäude des Myoshin-ji, soweit bekannt.


Photos des Haupttempels

Butsuden von Südosten

Rechts Hatto, links Butsuden, von Nordosten

Sanmon von Südosten

Sanmon von Südosten

Sanmon von Ostsüdosten

Links Butsuden, rechts Hatto

Butsuden von Osten

Hatto von Südosten

Konstruktion des Butsuden, unteres Dach

Hatto von Südosten


Literatur, Links und Quellen:
Lokalisierung auf google maps: https://www.google.de/maps/@35.0228578,135.7205187,18z - https://www.google.de/maps/@35.0228578,135.7205187,438m/data=!3m1!1e3
eigene Webseite
https://www.myoshinji.or.jp/english/ - Geschichte: https://www.myoshinji.or.jp/english/history/
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